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Zwölf-Apostel-Grat

Bergtour

05.07.2026

Eine Vierergruppe der Alpenvereinssektion Schongau nahm sich im Juli den Apostelgrat zwischen Pilgerschrofen und Säuling vor. Von Pflach zwischen Füssen und Reutte startete man zum Säulinghaus auf ca 1700 m, um zum Einstieg beim Pilgerschrofen zu gelangen. Ab dort ging es in einem Auf und Ab über die zwöff Apostel-Felsspitzen in Richtung des Säulings.

Ab dem Säulinghaus gings dann einige Höhenmeter bergab bis der Aufstieg zum Pilgerschrofen, nur markiert durch eine Metallstange, rechts abzweigte. Mit etwas Kraxelei erreichten die Gruppe den Gipfel. Hier gab‘s erstmal eine kurze Rast. Kurz deshalb, weil das Wetter einen eher durchwachsenen Eindruck machte. Für Spätnachmittag war Niederschlag angesagt.

Jetzt folgte das landschaftliche und klettertechnische Highlight des Tages: die Überschreitung des „Zwölf-Apostel-Grats“.

Der Grat erfordert absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Im ständigen Auf und Ab ging es über die markanten Felsformationen. Ab und zu sah man kleine Schildchen am Fels mit dem Namen eines Apostels. 12 Schilder wurden zwar bis zum Ende der Tour nicht gezählt. Wahrscheinlich wurden wohl einige durch die Konzentration aufs Klettern übersehen.

Dank der umsichtigen Führung von Jonas Rüther meisterte die Vierergruppe die ausgesetzten Kletterpassagen. An drei Stellen wurde allerdings abgeseilt, da ein Abklettern für ein Teil der Gruppe zu schwierig war.

Am Ende der Klettertour ging es nochmals steil hinauf durch grasdurchsetztes Gelände bis zur Säulingwiese. Von hier stieg man wieder, teils drahtseilgesichert, ab zum Säulinghaus. Auf einen Einkehrschwung verzichtete man aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und des unsicheren Wetters.

Am Ende war es eine rundum gelungene, anspruchsvolle Gratüberschreitung. Die professionelle und angenehme Leitung durch Tourenführer Jonas Rüther machte diese Tour zu einem unvergesslichen Bergerlebnis.