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Triglav

Bergtour

15.08.2026

4 Tage im Triglav Nationalpark vom 15.08 -18.08.2026

Wie bereits in den letzten Jahren wurde auch in diesem Jahr eine mehrtägige Bergtour um den 15.08 August herum von der Tourenleiterin Heike Rüther bei der DAV-Sektion Schongau angeboten.

Am 15. startete der vollbesetzte Vereinsbus von Schongau nach Slowenien in die Nähe des Bohijnisees. Von dort gab es die Möglichkeit, mit dem Bohijni-Bus bis zur Kreuzung Vogar-Blato auf ca. 1100 hm zu fahren.

Von dort ging es ca. 500 hm hinauf an der Koca na Planini pri Jezero und dem gleichnamigen See vorbei zu der ersten Unterkunft - der Planina Visevnik. Auf der Planina wird von Valeria und ihrem Mann das "Hotel BUM" betrieben und es stellte sich als kleine verwunschene, ursprüngliche und bescheidene Unterkunft heraus. Die Wirtsleute machten dies mit ihrer Herzlichkeit jedoch zu einem angenehmen und einmaligen Erlebnis.

Am zweten Tag stand die längste Etappe bevor. Es waren 1382 hm und 15.4 km geplant, damit die Gruppe dem Triglav, der am nächsten Tag bestiegen werden sollte, möglichst nah kam.

 Der Weg führte zunächst in einem ständigen auf und ab über die Planina v Lazu über Lazovki preval (1966 m) und über Miseljskrioreval (1995 m) zur Vodnikov domna Velern polju (1825 m). Dort konnte der Wasservorrat und Energiehaushalt bei einer ausgiebigen Pause aufgefüllt werden. Die Sonne und die Wärme zehrten an diesem langen Tag schon sehr an den Kräften. Von der Hütte ging es nochmal 500 hm über Konjsko sedlo und in einem großen Bogen um den Berg herum zur Dom Valentina pod Triglavom (2319).

Dort angekommen musste sich die Gruppe über den weiteren Weg beratschlagen, da ausgerechnet am Tag, an dem der Triglav bestiegen werden sollte, der Durchzug einer Kaltfront angesagt war -die Aussicht auf die Besteigung des Triglav rückte in weite Ferne. Die schlechte Wettervorhersage hatte aber auch etwas Positives. Es konnte auf die Hütte Triglavski Dom na Kredarici 2515, die direkt am Fuße des Normalwegs liegt, umgebucht werden, da so viele Plätze in den Hütten storniert wurden. Diese Unterkunft liegt auf der anderen Seite des Triglav und somit wesentlich näher am Gipfel. So erhoffte sich die Gruppe ein Wetterfenster, bei dem der Aufstieg auf den Triglav in kürzerer Zeit gelingen könnte anstatt bei einem 6–7-stündigen Marsch durchnässt zu werden.

Am Morgen des dritten Tages waren die Wetterverhältnisse zunächst überraschend gut und trocken, so dass nach dem ca. 1-stündigen Weg mit 200 hm von der Stanica Valentina zur Triglavski Dom auch der Aufstieg zum Triglav in Angriff genommen werden konnte. Leider setzte nach einer 3/4 Stunde der angekündigte Regen ein und die Verhältnisse luden, insbesondere wegen des stark abgespeckten Felsen nicht zum weiteren Aufstieg ein. Deshalb kehrte die Gruppe kurz unterhalb bzw. am Mali Triglav (Kleiner Dreikopf) 2738m um und marschierten zur Hütte zurück. Nun wurde der Plan gefasst, den Triglav am nächsten Tag in der Früh zu besteigen. Von diesem Plan ließ sich die Gruppe trotz eines möglichen guten Wetterfensters am Nachmittag, in dem es einige andere Gruppen versuchten, nicht beirren.

Folglich hieß es am nächsten Morgen Abmarsch in der Dämmerung um 5:15 Uhr.

Es wurde schnell hell und spätestens ab dem Einstieg in den Klettersteig wurden keine Stirnlampen mehr benötigt. Da der Fels durch den starken Wind in der Nacht wieder gut abgetrocknet war kam die Gruppe schnell voran und konnte am Mali Triglav einen wunderschönen Sonnenaufgang erleben. Nach kurzem Innehalten zum Sonnenaufgang und der genussvollen Morgenstimmung ging es weiter über den luftigen Grat zum Hauptgipfel des Triglavs Terglau 2864m. Diesen erreichte die gesamte Gruppe bereits um 6:45 Uhr. Zur Überraschung aller waren wir fast die ganze Zeit allein am Gipfel. Nach dem morgendlichen Genuss teilte sich die Gruppe für den Abstieg auf dem gleichen Weg, um so dem erwarteten Gegenverkehr besser begegnen zu können. Auch wenn beim Abstieg Geduld gefragt war, traf sich die Gruppe bereits um 8:30 Uhr zum abschließenden Frühstück in der Triglavski Dom Hütte.

Nach dem ausgiebigen Frühstück wurden alle Sachen zusammengepackt und es ging wieder über Konjsko sedlo und Vodnikov domna Velern polju und Studorskioreval 1893m) gemeinsam 11,8 km und1462 hm nach unten bis Pokhljuka. Dort gab es am späten Nachmittag eine Busverbindung zum Parkplatz.

Noch ein kleiner Badestopp an der Sava Bohinjka dem Ablauf des Bohinjisees und ein Supermarktbesuch und es ging zurück nach Schongau.

Nach einem anstrengenden und langen Tag kehrte die Gruppe nach Mitternacht glücklich und zufrieden, dass der Gipfel des Triglav bestiegen werden konnte, mit dem eindrucksvollen Erlebnis eines wunderschönen Sonnenaufgangs und den Eindrücken des wilden Triglavski Narodni Park im Gepäck aus den slowenischen Bergen nach Schongau zurück.