Am nächsten Tag stand als Premium-Tour die sogenannte „Geier-Reibn“ auf dem Programm. Passend dazu strahlte die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. So stiegen wir, erwärmt von den ersten Sonnenstrahlen, über die Osthänge Richtung Geier empor. Eine erste Steilstufe mit hartem Schnee verlangte bald schon den Einsatz von Harscheisen. Über schönes Skigelände stiegen wir weiter und konnten bereits von der Geländeschulter auf ca. 2800 m Höhe den Blick zum Zillertaler Gletschergebiet mit Olperer, Gefrorener Wand und Hohem Riffler genießen. Am 2857 m hohen Gipfel erwartete uns lustigerweise kein Kreuz sondern ein Blechvogel, der wohl den namensgebenden Geier darstellen soll. Dieser „komische Vogel“ war beim obligatorischen Fotoshooting natürlich bei allen ein begehrtes Motiv. Nach dem bewährten Gipfelritual mit Umtrunk und Gruppenfoto durften wir nun endlich unsere Schwünge in die traumhaften, zum großen Teil unberührten Hänge setzen. Zwischendurch war jedoch noch eine Schlüsselstelle mit einer Querung im steilen Gelände zu meistern, bei der konzentriertes und umsichtiges Fahren angesagt war. Als idealen Rastplatz hatte unser Guide Oli einen schönen Flecken an einem Felsen inmitten der weiten, flachen Schneeflächen ausgesucht. Hier war es so ruhig und angenehm warm in der Mittagssonne, dass die meisten nach der Brotzeit noch ein kleines Nickerchen einlegten. Frisch gestärkt konnten wir so nun im T-Shirt-Modus den letzten Anstieg auf das Klammjoch (2359 m) bewältigen, von dem wir schließlich über sanfte Hänge und am Ende über das Skigelände des Truppenübungsplatzes hinunter und zurück zur Hütte auf 2019 m gelangten. Mit den letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse konnten wir zufrieden und glücklich auf die erfolgreiche Bewältigung der großartigen „Geier-Reibn“ anstoßen.