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Brenta-Umrundung

MTB Mehrtagestour

09.07.2026

Nach längerer Pause gab es heuer im Programm des Alpenvereinssektion Schongau wieder eine Umrundung des Brentamassivs im Trentino unter der Leitung von Johanna Nuscheler. Die mehrtägige Tour wurde speziell für Frauen angeboten. Das besondere daran war, dass diesmal ein Begleitfahrzeug zur Verfügung stand, d.h. es musste nicht sämtliches Gepäck minimalistisch im Rucksack mitgenommen werden, sondern es durfte großzügig eingepackt werden. Geradelt wurde mit Muskelkraft.

 

Am Donnerstag den 9.07. pünktlich um 6.00 Uhr startete der Vereinsbus mit 9 Rädern auf dem vereinseigenen Anhänger. 7 Teilnehmerinnen, die Tourenleiterin und der Fahrer des Busses. Die Stimmung war gut, da ja die Bedingungen für das Wochenende bestens waren.

Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle und so konnte die Frauengruppe wie geplant um 11.00 Uhr von Sporminore im Val di Non auf den ersten Trail starten. Die ersten Kilometer ging es meistens auf und ab durch den Wald, dabei waren auch steile Anstiege und Abfahrten mit dabei. In Tuenno wurde eine ausgiebige Mittagspause im Schatten der Kirche eingelegt. Gut ausgeruht ging es dann über leichtere Wege, zum Teil auch an der Straße entlang bis zum Fluss „Noce“, der uns dann bis nach Dimaro begleitet hat. Natürlich war auch noch ein Abkühlung im sehr frischen herrlichen Wasser ein Muss. An diesem ersten Tag wurden ca. 900 Hm und ca. 40 Km geschafft.

Am 2. Tag ging es ausgeruht in der Früh aus Dimaro hinaus Richtung Madonna di Campiglio. Gleich zu Beginn waren einige der an diesem Tag anstehenden 1700Hm Höhenmeter noch bei angenehmen Temperaturen und viel durch den Wald abzustrampeln, bevor es wieder so richtig heiß wurde. Nach der vielen Natur war es ein kleiner Schock die Hotelbauten und Liftanlagen von Madonna die Campiglio zu sehen. Auf der Skipiste sausten alle hinunter in den Ort, den die Radlerinnen aber schnell hinter sich ließen. Die Mittagseinkehr war dann um so beeindruckender an einem wunderschönen Wasserfall (mit Restaurant). Weiter ging es dann wieder mit einem längeren Anstieg zum Lago di Valagola, ein zum Baden einladender kleiner Bergsee. Eine Erfrischung kam gerade recht, denn jetzt hieß es erst einmal gut eine Stunde zu schieben (zum Teil über hohe Wurzelstufen), um auf den „Bärenpass“ zu gelangen. Ziemlich kaputt oben angekommen war allerdings von Ruhepause keine Rede, da sich direkt über den Sportlerinnen ein Gewitter zusammenbraute. Da war dann eine schnelle Abfahrt in tieferes Gelände angesagt. Tropfnass und teilweise etwas durchgefroren kamen dann doch alle nach einer langen Abfahrt im „Albergo Brenta“ im abgelegenen Val Algone an. Nach einer warmen Dusche und mit frischer Kleidung war dann schnell alles wieder gut. An diesem Tag wurden ca. 40 km/1700Hm überwunden.

Um gleich warm zu werden, ging es am Samstag erst mal den Weg vom Tag zuvor wieder ein Stück zurück, d.h. 400 HM aufwärts bis zum Einstieg in die offizielle Route. Das ging dann doch schneller als vermutet. Danach war es ein Vergnügen, die anstrengenden Höhenmeter gleich wieder abzufahren. Nun befand sich die Gruppe bereits im Val di Sol, d.h. auf der gegenüberliegenden Seite der Brentagruppe. Hier ging es nun immer auf halber Höhe, zum Schluss mit einem mässigen Anstieg, bis zum Passo Daone. Nach kurzer Verschnaufpause rollte die Truppe zuerst auf der Straße und dann über einen steinigen Weg hinunter nach Ragoli. Von dort mussten einige Kilometer auf der Straße gefahren werden. Dabei wurde darauf geachtet, dass immer in Zweiergruppen gefahren wurde, um die Autos nicht zu behindern. In Stenico fand sich dann eine schöne Einkehrmöglichkeit, bei der sich alle wieder ein bisschen erholen konnten. Es war sehr heiß an diesem Tag. Das Ziel des Tages war San Lorenzo, dabei ging es teilweise gefühlt im Kreis letztendlich doch zu unserem schönen Hotel. Ein kleiner Willkommenstrunk musste bei der Ankunft dann schon sein. Und wieder waren ca. 1000 HM/35 km geschafft.

 

Am 4. Tag kam das Begleitfahrzeug richtig zum Einsatz, denn eine Person konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht radeln und wurde mit dem Bus zum Zielort gefahren. Das war eine gute Lösung des Problems. Da dieser Tag wieder viel Hitze versprach, war der Molvenosee natürlich ein willkommenes Etappenziel für eine Erfrischung. Leider war es dort so überlaufen, dass sich der Badespaß und die Wasserqualität in Grenzen hielten. Über Andalo und anschließend noch einmal über eine beeindruckend steile Abfahrt, führte die Route weiter durch Obst-und Weingärten (zum Teil in der prallen Sonne bei 38 Grad) wieder hinauf zum Ziel-und Ausgangsort Sporminore (wieder ca. 50km/1000 HM). 

Mit erhitzten Gesichtern, aber alle lächelnd und gut gelaunt beglückwünschte man sich für die tolle Leistung. Nach dem Verladen der Räder und noch einer gemütlichen Einkehr ging es wieder Richtung Heimat. Nach kurzer Zeit wurde es im Bus sehr still und alle waren froh, dass sie nicht am Steuer sitzen mussten. 

Eine schöne, unfallfreie Tour ist zu Ende gegangen. Es war anstrengend, aber ein wunderbares Erlebnis. Alle haben dazu beigetragen, dass dies unvergessliche Tage bleiben werden.