Mehrtagestout im Piemont

Skitour

08.02.2026

Eine achtköpfige Gruppe von Skitourenfreunden des DAV Schongau war eine Woche lang unter Leitung von Skitourenführer Oli Koertge im Piemont unterwegs.
Nachdem in früheren Jahren schon das Valle Maira Ziel gewesen war, wurde für die erste Wochenhälfte das Valle Stura angepeilt. Wir übernachteten in einem netten italienischen Hotel in Sambuco.
Von dort aus wurden mit kurzen Fahrten mit dem DAV-Bus die jeweiligen Ausgangspunkte der Touren angefahren.

Die erste Tour führte durch lichten Lärchenwald und über schöne weite Hänge auf die Cima  delle Lose(2813m). Da  im gesamten Piemont diesen Winter reichlich Schnee gefallen war, hatten wir eine genussvolle Abfahrt bis zum Auto.

Die zweite Skitour führte vom Ausgangspunkt Bagni di Vinadio über ein landschaftlich äußerst reizvolles Tal zum Monte Seita (2407m). Zum Abschluss dieser Tour konnte noch in den heißen Quellen von Bagni direkt neben der Straße ein heißes Thermalbad genommen werden.

Am dritten Tour Tag war viel Neuschnee gefallen und bei relativ schlechter Sicht konnte die Tour vom Passo de Maddalena nicht bis zum Gipfel Ventasuso zu Ende geführt werden.

Wir wechselten dann Mitte der Woche zum Valle Varaita. Dieses Tal ist noch sehr untouristisch und hat deshalb seinen besonderen Flair. Dort wird erst sehr langsam ein sanfter Tourismus aufgebaut, vor allem im Sommer. Wir nächtigten in einem kleinen, traditionellen, neu renovierten Berghof, der erstmals im  speziell für uns im Winter geöffnet hatte.

Für den nächsten Tag waren Sturmspitzen bis 80 km/h gemeldet . Wir versuchten den nach Windrichtung noch günstig gelegenen Costa Ciabert mit Ski zu ersteigen,, mussten jedoch circa 180 Höhenmeter unter dem Gipfel abbrechen, weil der Sturm zu stark war und die Sicht zunehmend schlechter wurde. So waren wir froh, als wir durchgeblasen und ohne größere Verluste wieder unseren Bus erreichten.

Der nächste Skitag startete erstmals mit klarem Himmel, so dass nach dem Start in Sankt Anna eine sonnige Rast an einer kleinen Hütte eingelegt werden konnte. Der weitere landschaftlich großartige Anstieg mit Blick zum Monte Viso konnte am Colle di Vers (2862m) erfolgreich beendet werden.
Abwärts minderte leider wieder schlechte Sicht und Bruchharsch die Abfahrtsfreude.

An unserem letzten Tourentag hatte es über Nacht wieder viel geschneit und die Wolken hingen tief, so dass unser Tourenleiter sich eine landschaftlich schöne Rundtour durch malerischen Zirbenwald über den Lago di Bagnour ausgedacht hatte. Den krönenden Abschluss bildete die rasante Waldabfahrt durch tiefen Pulverschnee, die alle begeisterte.

Dies und viele schöne Gemeinschaftserlebnisse ließen wir am letzten Abend in unserer Unterkunft ausklingen und waren sicher, dass wir nicht das letzte Mal im Piemont gewesen sind.