Ski- und Schneeschuhtouren

Rückblick 2019/2020

15.02.20, Hippoldspitze 2643 m (Tuxer Alpen)

Bei besten Wetterbedingungen machte sich eine Gruppe Skibergsteiger auf den Weg nach Wattens im Inntal. Die Auffahrt zum Lager Walchen, dem Ausgangspunkt zur Lizumer Hütte, war trotz festgefahrener Schneschicht gut zu bewältigen. Von dort marschierten die sieben Schongauer, die sich bei der Tour von Robert Zimmermann angemeldet hatten, Richtung Innerlanalm los. Der Lawinenlage-Bericht warnte vor Triebschneeansammlungen und so war klar, dass die Rücken abgeblasen waren. Beim Aufstieg zum eigentlichen Ziel, der Torspitze, musste genau ein solche Passage gequert werden und somit beschloss die Gruppe, die Hippoldspitze mit 2643 m zu besteigen. Durch einen Zirbenwald und über unberührte Hänge erfolgte der Aufstieg. Auf den letzten 100 Höhenmetern mussten noch die Harscheisen zur Unterstützung eingesetzt werden. Bei einer grandiosen Aussicht und wolkenlosem Himmel genossen die Skiberg-steiger ihre Brot-zeit und da die anschließende Abfahrt entlag der Aufstiegspur verlief, kamen die Skifahrer in unverspurtem Pulverschnee noch voll auf ihre Kosten.

13.02. – 16.02.20, Gadertal/Campill

Ein langes Skitouren-Wochenende wurde von Oli Körtge organisiert und mit ihm fuhren acht Teilnehmer der Sektion Schongau ins Gardertal nach Südtirol. Die Gruppe konnte nach dem Treffen im Hotel und einem Cappuccino schon zu ihrer ersten Tour aufbrechen. Vom Parkplatz Spescia am Ende des Ciamplobachs verlief der Aufstieg bei schönstem Wetter ins Val des Fanes zur Antoniusscharte auf 2470 m. Gegen Ende des Aufstiegs mussten noch Harscheisen eingesetzt werden, um die letzten Meter zu überwinden. Die anschließende Abfahrt erfolgte auf gleicher Spur und danach gings in den Stützpunkt nach Campill zum Hotel Sanvi. Das stabile schöne Wetter er-möglichte auch am nächsten Tag eine entsprechende Tour. Direkt vom Hotel starteten die Skibergsteiger zunächst zu Fuß durch den Ort, um dann mit moderatem Anstieg dem Forstweg zur Medalges-Alm zu folgen. Weiter vorbei an der Hütte Ciampcios zum Hochtal und dann zum Kreuzjoch auf 2250 m. Von dort verlief die Spur noch zum Gipfel des Medalges. Dieser höchste Punkt mit 2454 m bot einen herrlichen Ausblick und zurück gings entlang der Aufstiegsspur über schöne Skihänge. Eine gemütliche Einkehr in der Speckstube sorgte für den passenden Ausklang. Am dritten Tag stand der Antersacsmit 2471 m auf dem Programm. Die ersten 200 Hm ging es mit dem Auto bis zu einem Parkplatz. Von dort durch den Wald und anschließend in einem Rechtsbogen über mittelsteile Sonnenhänge und Mulden auf den Antersacs. Dort genossen die Tourengeher bei einer ausgiebigen Rast das besondere Panorama der Felsenkulisse ringsum. Innerhalb dieser atemberaubenden Landschaft zogen die Skifahrer ihre Spuren in den Schnee und erfreuten sich dieser besonderen Erlebnisse. Zum Abschluss am Sonntag startete die Gruppe von Seres aus. Dieser Ort auf 1600 m oberhalb von Campill war der Ausgangspunkt zur Pleitlerkofelscharte mit 2380 m. Zunächst durchs Mühlental entlang des Seresbachs und dann etwas steiler durch einen lichtenWald zur Peitler-kofelalm mit vielen kleinen Hütten. Von dort stieg die Gruppe über Almwiesen bis zum Ziel. Die Pause bei bestem Wetter wurde wieder mit einem herrlichen Ausblick unter-stützt und die anschließende Abfahrt lieferte noch schöne Eindrücke von dem bestens organisierten Skitouren-Wochenende. So traten die Teilnehmer eine entspannte Heim-reise an.

08.02.20, Bleispitze 2225 m

Kaum in Bichelbächle gestartet, wurde den neun Skibergsteigern unter der Leitung von Claus Pätzel schon am ersten Steilhang klar, dass die Abfahrt viel Zehnspitzengefühl erfordern würde. Die Schneeauflage überdeckte hier kaum die zahlreichen Wurzeln. Im Mittelteil der Tour wurde das zum Glück viel besser, denn hier lag ausreichend frischer Pulverschnee. Und so ging es Schritt für Schritt höher in Richtung des ziemlich abgeblasenen Gipfelgrates. Doch dank geschickter Spuranlage konnten die Bergsteiger lawinensicher und immer mit zumindest etwas Schnee unter den Fellen bis auf den 2225 m hohen Gipfel gehen. Nach ziemlich genau drei Stunden Steigens konnte dort dank des makellosen Wetters der wunderbare Blick vor allem auf die von hier imposant wirkende Zugspitze während einer zünftigen Brotzeit richtig genossen werden. Dann ging es an die Abfahrt, die größtenteils überraschend genussreich war. Im unteren Teil wurde es dann noch etwas abenteuerlicher. Denn nun galt es, sich durch ziemlich viel Gestrüpp einen Steilhang hinunter zu tasten. Zu guter Letzt musste noch ein Bach durchquert werden, bevor die letzten Schwünge wieder entspannt zum Ausgangspunkt führten. Und wen wundert es, dass bei der anschließ-enden Einkehr im dortigen Gasthaus alle Teilnehmer bestens gelaunt waren. 

30.01. – 02.02.20 Skitouren im Gadertal/Campill

Die erste Mehrtagestour wurde wieder von Oli Körtge organisiert und so

waren acht Skibergsteiger mit ihm im Gardertal unterwegs und konnten gleich am ersten Tag nach einem gemütlichen Kaffee und der obligatorischen Tourenbesprechung am Nachmittag der Anreise zur Antoniusscharte aufsteigen. Von dort spurte die Gruppe noch zur Antonisspitze mit 2655 m. Nach einer schönen Abfahrt genossen noch einige den Wellness-Bereich des Hotels und das anschließende Abendessen.

Wie am Abend noch besprochen, erfolgte der Aufstieg am Freitag zur Antersasc-Alm.

Die Spur zog dann weiter über die steile Puez-Scharte auf das anschließende Hoch-plateau. Die abschließende Abfahrt führte die Skifahrer wieder entlang der Aufstiegspur

und zurück zum Hotel.

Am Samstag konnten die Skibergsteiger direkt zu Fuss zur Tour auf den Munt da Medalges, 2454m, starten. Wiederum bei bestem Wetter genoss man den Gipfelausblick und bei der Abfahrt war noch eine Einkehr in der Speckalm drin und bei einer Brotzeit- speckplatte & Zirbenschnaps klang auch dieser besondere Skitouren-Tag gemütlich aus.

Da am Sonntag auch die Heimreise eingeplant wurde, suchte Oli Körtge nur eine kurze Tour aus und führte die Gruppe zum Antersasc, 2466 m. Auch hier bewegte man sich in nahezu unberührtem und naturbelassenem Gelände. Es waren wieder eindrucksvolle

Erlebnisse und die abschließende gemeinsame Einkehr am Brenner zur Pizza rundete das lange Wochenende ab. 

25.01.20 Hintere Steinkarspitze 2215 m

Im optimal besetzen Sektions-Bus gings mit 9 Teilnehmern nach Kelmen. Die Leit-ung der Tour hatte Heinz Messarosch. Nach dem obligatorischen LVS-Check wurde von dort der Aufstieg in Angriff genommen. Durch lichten Wald und immer wieder freien Abschnitten erreich-te die Gruppe nach knapp 1,5 Std, das Kelmer Jöchl auf 1852 m. Eine ent-spannte Lawinengefahrenstufe 1 erlaubte die direkte kurze Querung zum Gipfelhang. Dieser war teilweise recht vereist, sodass mehrheitlich die Teilnehmer mit Harscheisen weiterstiegen. Nach 2 Std. 50 Min. wurde das Gipfelkreuz erreicht und die Sonne be-grüßte uns. Die Abfahrt am Gipfelhang gestaltete sich wegen der Bruchharschsituation doch recht anstrengend. So genossen die Teilnehmer umso mehr die anschließende ostseitige Pulverabfahrt. Nach kurzem Wiederaufstieg zum Kelmer Jöchl wurde aus-giebig Brotzeit gemacht. Die anschließende Abfahrt zum Parkplatz forderte wegen der vereisten Situation nochmal viel Aufmerksamkeit. Natürlich wurde bei der Heimfahrt auch noch eingekehrt und so ging ein ausgefüllter Skitourentag zu Ende.

16.01. und 25.01 Lawinenkurs

Nachdem eine Gruppe von 24 Teil-nehmern am Donnertagabend die theo-retischen Grundlagen zum Verhalten bei einem Lawinenabgang und der Kamer-adenhilfe besprochen haben, war es ebenso wichtig, den Umgang mit der persönlichen LVS-Ausrüstung zu üben. Dabei gaben die Trainer um Christian Stechele die Updates der Lehrmeinung innerhalb des DAVs zur  Verschüttetensuche weiter. Die Unterstützung dieser Gruppe aus Landsberg ermöglichte das umfangreiche Training an beiden Tagen. In Kleingruppen übten die Teilnehmer die LVS- Strategie und konnten dabei dann auch die aktuellsten LVS-Geräte ausprobieren und verschiedene Verschüttungsszenarien durchspielen. Richtiges sondieren und schaufeln wurde ebenfalls gezeigt und ausprobiert. Eine Lichtung auf dem Weg zum Aggenstein vom Tannheimertal aus bot die idealen Bedingungen. Mit vielen Erfahrungen konnten die Teilnehmer den Trainingstag beenden.

11.01.20 Lechtaler Alpen, Galtjoch 2109 m

Vier Skitourengeher des Alpenvereins Schongau waren unter der Leitung von Bernhard Reich unterwegs. Das Ziel war das Galtjoch. Vom Parkplatz der Ehen-bichler Alm in Rinnen startete die Gruppe zunächst mit einem LVS-Check bevor es auf die Aufstiegsspur ging. Bei leichtem Schneefall kamen die Tourengeher an der Alm vorbei und kurz unter dem Gipfel konnte die Sonne die Wolken verdrängen. Nach einer kleinen Rast bereiteten sich die Teilnehmer auf die Abfahrt vor und kehrten noch in der Alm ein. Der anschließende Teil der Abfahrt erforderte hohe Konzentration, da es auf teils harten und eisigen Passagen durch den Wald und über die Forststraße ging. Ohne Schwierigkeiten trafen alle wieder beim AV-Bus ein und konnten mit einem schönen Erlebnis die Heimfahrt antreten.

05.-07.04.2019 Ski-Dreitau-sender in der Goldberg-gruppe/Rauris 

Mit dem DAV Bus starteten 6 Teil-nehmer direkt und 2 Teilnehmer mit dem Privatauto über Holzkirchen, um dort Barbara und Skitourenführer Oliver Körtge mitzunehmen und ins Rauristal zu fahren. Gemeinsam ging es dann bei leichtem Schneetreiben weiter zum Parkplatz Lenzanger. Da der Pick-up mit Anhänger verspätet eintraf, konnte die Gruppe erst gegen 11:15 Uhr zu der Unterkunft starten und die Zimmer im Ammererhof (1629 m) beziehen. Gegen Mittag starteten die Skibergsteiger zur ersten Tour Richtung Kolmkarspitze. Da es nachts ca. 15 cm nassen, nicht gebundenen Neuschnee gegeben hatte, wurde die Tour beim Aufstieg Richtung Niedersachsenhaus (2400 m) abgebrochen. Der aufkommende Nebel verzögerte die Abfahrt ins Tal und es waren dann ca. 800 Hm bei der ersten Tour. Der restliche Nachmittag wurde zur Nach- und Vorbesprechung, bei Kaffee und Kuchen, sowie weiteren Heiß- und Kaltgetränken im Naturfreundehaus genutzt.

Am zweiten Tag ging es um 7:00 Uhr bei wolkenfreiem Himmel zum „Hohen Sonnblick“ auf 3106 m. Zunächst stieg die Gruppe über eine steile Rampe zum „Neuen Naturfreun-dehaus“ (2180 m) auf und dann weiter in einem langen Bogen durch ein Tal. Anschließ-end wieder steiler hinauf zum „Hohen Sonnblick“. Auf 3106 m thront dort das 1886 erbaute Observatorium mit dem Zittelhaus. Mit 1600 Hm und einer Gehzeit von 3:45 h war für die Tour Kondition gefordert. Nach einer Pause, mit tollen Ausblicken auf die umliegenden Berge, ging es an die Abfahrt. Zunächst über den Gletscher bei Pulver-Schnee und danach, weiter unten, über schöne Firnhänge. Auf der Sonnen-Terrasse ließ man dann den Tag ausklingen.
Die dritte Tour startete um 7:00 Uhr und als Ziel stand der „Hocharm“ (3254 m) auf dem Programm. Bei herrlichem Wetter ging es zunächst etwas steiler los und anschließend ziemlich gleichmäßig hinauf zum Gipfel. Da der Schnee hart durchgefroren war, musste mit Harscheisen gegangen werden. Auch dieser Aufstieg von 1740 Hm forderte die Teilnehmer. Nach einer kurzen Pause am Gipfel und einer grandiosen Aussicht, folgte die Abfahrt, die anfangs sehr ruppig war. Nach ca. 700 Hm warteten die Skifahrer darauf, dass es etwas auffirnt. Diese Pause hatte sich gelohnt und die anschließenden Schwün-ge ins Tal waren ein Genuss. Zum Abschluss saßen die hochzufriedenen Teilnehmer vor dem Ammererhof in der Sonne und gegen 15:00 Uhr brachte sie der Pickup und wieder zurück zum Parkplatz. Für alle war es wieder ein unvergessliches Erlebnis in der Gold-berggruppe der Hohen Tauern.

24.03.2019 Wurmtalerkopf

Eine Gruppe Skibergsteiger machte sich am Sonntagfrüh auf ins Pitztal und nahm die erste Gondel der Riffelsee-Bahn zur Unterstützung auf ihrem Weg zum Wurm-talerkopf. Nach einer kurzen Abfahrt fell-ten die acht Skitourengeher um Robert Zimmermann auf und folgten den Spuren am See entlang Richtung Westen. Eine leichte Pulverauflage versprach eine tolle Abfahrt und so wurde freudig das weite Skigelände des Hochtals durchwandert. Die letzten Höhenmeter gings dann eher steil bergauf und bei dem strahlenden Sonnenschein konnte jeder Teilnehmer schon die herrlichen Aus-blicke genießen. Kurz unterhalb des Gipfels wurden die Ski deponiert und zu Fuß ging es über den Grat zum 3250 Meter hohen Gipfel. Mit tollen Ausblicken auf die grandiose Bergwelt , z.B. zur Wildspitze im Süden, wurde kurz Brotzeit gemacht und anschließend ging es entlang der Aufstiegsspur durch die Pulverauflage wieder zurück ins Tal. Eine abschließende Einkehr am Pisten-rand des Skigebietes rundete den herrlichen Tag ab, bevor es auf den Heimweg ging.

Sa. 16.03.2019 Grubigstein statt Seeblasskogel

Eigentlich war eine lange Skitour auf den anspruchsvollen und langen Seeblas-kogel geplant und die Tour mit fünf Teilnehmern ausgebucht. Leider herrschte am Tag der Tour die Lawinen-warnstufe 4 im Sellrain. Somit war weder die geplante Tour, noch eine andere im Gebiet durchführbar. Kurzerhand wurde mit dem Grubigstein ein anderes Ziel vereinbart und alle Teilnehmer zogen auch hier mit Begeisterung mit. So konnte die Gruppe unter Leitung von Michael Schnitter auf und neben der Piste in sicherem Gelände einen sehr schönen Tourentag bei bestem Wetter erleben. Am Marterl bei der Bergstation war dann aber auch hier Schluss - der Hang zum Gipfel war komplett eingeweht und geladen. Nach einer kurzen Abfahrt genoss die Gruppe an der Wolfratshausener Hütte die Sonne. Nach der Talabfahrt wurde bei bester Laune noch auf einer Sonnenterasse eingekehrt. Wenige Tage später wurde ein tödlicher Unfall durch Wechtenbruch am Seeblaskogel bekannt. Diese Nachricht bestätigte alle, dass für diesen Tag die richtige Entscheidung zum Verzicht und der Planänderung getroffen wurde.

Impressionen