Ski- und Schneeschuhtouren

Rückblick 2017

18.03.2017  Als Ausgleich zum Tegelberg mit Schneeschuhen

Eigentlich sollte es ja auf die Sonnenseite des Ifen gehen, aber dass keine Sonne kommen würde, hatte der Wetterbericht mehr als deutlich vorhergesagt. Stattdessen starker Wind und ergiebiger Niederschlag und keine Sicht. Nachdem sich die Gruppe krankheitsbedingt auf vier Leute reduziert hatte, wurde beschlossen, nicht so weit zu fahren und statt dessen den Tegelberg anzugehen. Das war bei dem Wetter das Beste, was man machen konnte. Regen und Schneefall hielten sich in Grenzen und dank der Windwarnung fuhr die Gondel nicht, so dass die Gruppe um Claus Pätzel das Tegel-berghaus für sich alleine hatte. Zur gewünschten Bewegung waren die Schneeschuhgeher also gekommen und das Kleinwalsertal läuft ja nicht davon.

11.03.2017  Sulzspitze statt Lüserner Fernerkogel

Lawinenwarnstufe 4 in Tirol, Hubschrau- ber-Evakuierungen in Galtür, Lawinen bis ins Tal im Sellrain- vor diesem Hintergrund wurde das Tourenziel für die Sektionstour des DAV Schongau kurzfristig geändert. Aus der geplanten Skitour im Sellrain wurde ein Aufstieg zur Sulzspitze im Tannheimer Tal. Alle sechs Teilnehmer waren motiviert und so konnte die Gruppe unter Leitung von Michael Schnitter bei bestem Wetter den Gipfel erreichen. Bei der Abfahrt waren die Verhältnisse stark wechselnd und so konnte jeder Teilnehmer sein Können unter Beweis stellen. Ganz oben schöner Pulver und weicher Schnee, dann harte aber griffige Flächen, herausfordernder Bruchharsch dazwischen und unten griffiger Firn. Wohlbehalten und glücklich kehrte die Gruppe ins Tal zurück.

26.02.2017   Hochblasse mit Schneeschuh

Mit einer Gruppe von vier Bergsportlern unternahm Marco Schulz eine Schneeschuh-Tour auf die Hochblasse im Ammergebirge. Bei guten Wanderwetter wurde vom Ammerwald- hotel gestartet. Der Aufstieg über den Schützensteig war leider überwiegend schneelos. Dafür hatten die Wanderer im oberen Bereich gute Schneebedingungen. Die Rast am Gipfelkreuz der Hochblasse (1989 m) musste wegen starkem Wind und heftigen Böen abgebrochen werden. Etwas unterhalb, im windgeschützten Bereich zwischen den Latschen, ließen sich die Teilnehmer ihre Brotzeit schmecken und genossen den herr- lichen Ausblick. Nach einem flotten Abstieg erfolgte noch ein geselliger Ausklang im Ammerwaldhotel bei Kaffee und Kuchen.

18.02.2017   Schneeschuhkurs

Was ist beim Gehen mit Schnee- schuhen zu beachten? Welche Aus- rüstung brauche ich? Wie plane ich eine Tour? Welches Ziel und welche Route wähle ich? Was sehe ich aus dem Lawinenlagebericht? Wie steil ist der Hang vor mir? Wie finde ich einen verschütteten Tourenpartner? Viele Fragen, auf die Tourenleiter Claus Pätzel beim Kurs des Alpenvereins Schongau im Tannheimer Tal auch Antworten parat hatte. Und alles konnten die sechs Kursteilnehmer auch selbst aus- probieren. Zunächst gab es einen LVS-Check, d.h. die Funktion der Suchgeräte wurde überprüft. Dann ging es los. Immer wieder gab es kurze Stopps, an denen die Karte mit dem Gelände verglichen wurde. Schutzzonen für Tier- und Pflanzenwelt waren ebenso Thema wie das Gelände, die Steilheit und die Lawinenlage. Weiter oben - im steileren Gelände - wurden verschiedene Gehtechniken erprobt. Danach mussten die Teilnehmer den sichersten Weg durchs Gelände suchen. Dabei erfuhren sie auch, wie man die unge- fähre Steilheit eines Hanges unterwegs gut abschätzen kann. Und ganz nebenbei war auch ein Gipfel erreicht: der 1688 m hohe Schönkahler. Zwar war aufgrund einiger Wolken die Sicht eingetrübt, aber die verdiente Gipfelrast fand bei schönstem Sonnenschein statt.

Der Abstieg lieferte die größte Herausforderung. Denn nun galt es, im steileren Gelände sicher nach unten zu kommen. Das machte nach den ersten vorsichtigen Schritten dank der 20 cm Neuschnee auch richtig Spaß. Dann standen noch die Themen Verhalten nach Lawinenabgängen und die Suche nach Verschütteten auf dem Stundenplan. Natürlich wurden hier nur Geräte eingegraben. Für die Teilnehmer war es aber doch eine wichtige Erfahrung zu sehen, dass man mit etwas Übung und der notwendigen LVS-Ausrüstung doch gute Chancen hat einen Verschütteten relativ schnell zu finden. Zum Abschluss wurde noch ein Schneeprofil gegraben, bevor es wieder ins Tal ging.

09. - 12.02.2017   Skitouren im Pflerschtal am Brenner

Um 7.45 Uhr trafen sich die sieben Teilnehmer und –innen mit Barbara und Skitouren-führer Oliver Körtge in Oberau, um gemeinsam die Fahrt zum Brenner anzutreten. Dort wurde in der Pizzeria Terminus bei einem Cappucino die Tour für den ersten Tag bespro- chen. Ziel war die Flatschspitze mit 2566 m. Start war an der ehemaligen Talstation Zirog auf 1330 m. Hinauf ging es zunächst über die alte Skipiste bis zur Enzianhütte auf 1894 m. Dort wurde eine kleine Pause zur Stärkung eingelegt und anschließend weiter zum Berg- rücken auf 2550 m (Gehzeit 3,30 h). Da der Grad hinüber zum Gipfel in Wolken war, wurde nach einer kurzen Pause bei guten Schneeverhältnissen zur Enzianhütte abgefahren und dort eingekehrt. Hier konnten wir bei Sonnenschein draußen auf der Terrasse sitzen. Zurück zum Auto fuhr man auf der ehemaligen Skiabfahrt. Von dort sind wir nach einem kleinen Umtrunk zum Hotel Panorama in St. Anton im Pflerschtal.

Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Auto ein paar Kilometer auf den Park-platz in Hinterstein auf 1380 m. Von dort ging es leider bei bewölktem Wetter hinauf zur Maurerspitze 2628 m. Das Skidepot war auf ca. 2590 m. Barbara, Oli, Björn und Christian sind auf den Gipfel, die anderen warteten unten (Gehzeit 4 h). Bei einge-schränkter Sicht und beginnenden leich- tem Schneefall, führte die Abfahrt entlang der Aufstiegsspur im pulverigen Schnee, später auf einem Fahrweg zurück zum Ausgangspunkt.

Am dritten Tag ging es wieder mit dem Auto ein Stück in die gleiche Richtung, diesmal aber nur auf 1260 m. Ziel war diesmal der Bodnerberg (2372 m.) Bei überwiegend sonni- gem Wetter stiegen wir entlang der Rodelbahn Richtung Allrissalm (1530 m) auf. Von dort weiter durch eine Waldschneise Richtung Gipfel. Dazwischen wurde an einer Hütte eine kurze Rast eingelegt. Leider war auch hier der Gipfel in Wolken, so dass wieder nur

Barbara, Oli, Björn und Christian die letzten Meter zum Gipfel gegangen sind (Gehzeit 3, 55 h). Belohnung war eine tolle Abfahrt im Pulverschnee zur Allrisshütte. Dort wurde dieser schöne Tag dann noch gebührend gefeiert und anschließend über die toll präparierte Rodelbahn zurück zum Auto.

Am vierten Tag fuhren wir zunächst mit dem Auto wieder Richtung Bren- ner. Geparkt wurde hinter Gossensaß auf 1300 m am Parkplatz Dachs, von wo der Weg zur Hühnerspielhütte (ebenfalls eine Rodelbahn) startet. Hinauf ging es durch lichten Wald bis zur Hütte auf 1860 m. Dann weiter auf dem leider stark abgeblasenen Rücken des Höhnerspiels bis auf 2748 m. Von dort hatten wir bei strahlend blauen Himmel einen tollen Blick bis zu den Dolomiten, Rosen- garten, hinüber zum Tribulaun und hinunter nach Sterzing und ins Pflerschtal. Die mitge- brachte Brotzeit wurde windgeschützt in der ehemaligen Liftstation verspeist. Die Abfahrt war trotz Schneemangel durch einzelne Schneebahnen in den Rinnen, teils sogar bei Pul- verschnee, ganz toll. Nach einer kurzen Pause in der Hühnerspielhütte ging es auf der alten Skipiste bei Pulverschnee weiter Richtung Tal, zum Schluss wieder auf der Rodel- bahn bis zum Auto. Dann zurück zum Brenner, wo wir im „Terminus“ noch die obli- gatorische Pizza gegessen haben. Für alle Teilnehmer war es wieder ein unvergessliches Erlebnis, diesmal in der Bergwelt südlichen des Brenners mit insgesamt 5000 Hm.

11.02.2017   Skitouren für Einsteiger

Für diesen Ausbildungskurs wählten wir ein ideal geeignetes Gelände im Gemeindegebiet von Lähn und Wengele im Außerfern. Der Lawinenlagebericht beschrieb unterhalb von 2400m die Warnstufe 2, lokale Triebschneeansammlungen in Höhenlagen.

In unserem Arbeitsgebiet fanden wir durchwegs kristallinen Schnee vor, mit gut befahrbarer, leicht gepresster, Oberfläche, die aber in der Nacht mit ein paar cm beschneit worden war). Die starke Sonneneinstrahlung führte im Tagesverlauf zum  Auffirnen.

Wie in der Ausschreibung angedeutet, ging es vornehmlich um die Vermittlung von kognitiven und motorischen Kompetenzen sowie Ausbildung des Bewusstseins über Zustände und Abläufe im eigenen Körper.

Erst nach Errichten dieses Fundaments können weiterführende Aspekte wie Umgang mit Lawinengefahr oder Gletscherbegehung begründet werden !

Im Verlauf erarbeiteten wir günstige Spuranlage unter Beachtung der Topografie und Schneebeschaffenheit, wir nahmen Schätzung (und Messung) der Steigung vor, übten Richtungsänderungen. Es kamen Schnee-Entstehung und Windeinfluss zur Sprache, sein Vergehen unter Sublimation und Schmelze sowie das Phänomen der auf-bauenden Umwandlung in der Schneedecke. Leider war es an diesem Südhang, aber auch wegen der geringen Mächtigkeit, nicht möglich, ein typisches Profil zu graben.

Den erfolgreichen und überaus heiteren Arbeitstag ließen wir - 4 Frauen und Hajo - in einem Kult-Gasthof unterhaltsam ausklingen ...

04.02.2017   Skitour zum Kühgundkopf, Tannheimer Berge

Mit 10 Teilnehmern unternahm die AV-Sektion Schongau unter der Leitung von Heinz Messarosch eine Skitour im Tannheimer-Tal. Ziel war der 1907 m hohe Kühgundkopf. Start war in Schattwald. Von dort ging es durch das Stuibental entlang des Baches in die Nähe der Skipiste der Wannenjochbahn. Durch eine kurze Waldpassage erreichte die Gruppe den vereisten Gipfelhang. Nicht nur den Teilnehmern wurde hier einiges abverlangt. Auch das Material kam scheinbar an seine Grenzen. So brach bei einem Teilnehmer kurz vor Erreichen des Ziels der Kopf der Skibindung. Notdürftig repariert gelang jedoch die Abfahrt durch das Wannenjoch erstaunlich gut und so konnte man sich die mitgebrachte Brotzeit vor der abschließenden Abfahrt schmecken lassen.

27. - 30.01.2017   Skitouren im Lechtal

Sechs Skitourenfreunde der Sektion Schongau verbrachten unter der Leitung von Fachübungsleiter Oliver Körtke ein verlängertes Wochenende im Lechtal. Am Freitag nach der Anreise wurde allgemein die Theorie zur Lawinenkunde wiederholt und eine  Skitour von Kelmen auf die Engelsspitze (2291 m) unternommen.

Bei Kaiserwetter und guten Schneebedingungen konnten sich die Teilnehmer auf vier erlebnisreiche Tage freuen. Übernachtet wurde im Gasthaus Lechtaler in Häselgehr, wo der Koch die Skitourengänger mit sehr guter Tiroler Küche ver- wöhnte. Bei guten Bedingungen war also eine Alternative zum schneearmen Gsiesertal gefunden und so stand die westliche Dremmelscharte (2434m) am Samstag auf dem Programm. Am Sonntag startete die Gruppe von Kaisers aus zum 2494 m hohen Schwarzen Kranz und wurden mit einer Powderabfahrt belohnt. Ausklingen ließen die sechs Schongauer die Tourentage mit einem Aufstieg zum Gampenjoch (2132 m) bei Gramais. Die Skibergsteiger hatten mit dem Wetter genau den richtigen Zeitpunkt gewählt, denn zur Heimfahrt schlug das Wetter um und es setzte Schneeregen ein.

21.01.2017   Tajatörl

Die erste Skitour der Saison konnte bei bestem Wetter durchgeführt werden. Acht Skitourengeher des Alpenvereins Schongau unter der Leitung von Robert Zimmermann starteten in Ehrwald zu einer Umrundung des Tajakopfs in der Miemingerkette. Durch das Geißbach- tal konnte die Gruppe das Skigebiet umgehen und kam zügig auf den Koatiger Weg, der zur Hochloipe rund um den Igelsee führt. Über diesen Aufstieg gelangten die Skibergsteiger zum Seebensee und genossen bei einer kleinen Pause die Sonne, da ansonsten der Weg immer auf der Nordseite der Bergkette verläuft. Über einen Steilaufschwung erreichten sie die Coburger Hütte und von dort aus spurte die Gruppe zum Tajatörl (2259 m). Die anschließende Abfahrt durch den Pulverschnee der nordöstlichen Hänge des Brendlkars genossen die Teilnehmer in vollen Zügen. Da die Gruppe mit den Tourengehern der Grünstein-Runde zusammentrafen, mussten sie vermuten, dass alle Hänge zerfahren waren. Umso freudiger konnten die Spuren durch den Wald im unteren Bereich der Abfahrt gezogen werden. Von hier ging es wieder über die Loipe zurück ins Skigebiet. Während der abschließenden Einkehr vor der letzten Abfahrt über die Piste, tauschten sich die Skibergsteiger über zurückliegende Touren aus und planten die nächsten Ausflüge.

15.01.2017   Langlauf Skating Kurs

Beim Skating Kurs im Graswangtal gab es hilfreiche Tipps und Hilfestellungen von Till Penski. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Teilnehmer, die Ihren Stil optimieren möchten,  hatten Erfolg und Freude beim Training.

14.01.2017   Tiefschnee Fortbildung am Hahnenkamm

Wie schon vor genau einem Jahr zog es uns wegen der überaus günstigen Situation dort auch heuer wieder in das Hochbecken am Hahnenkamm bei Reutte. Und da auch Björn, unser Delegierter beim DWD auf dem Hohenpeißenberg, für den Außerfern ähnliche Ideal-Schneeverhältnisse wie 2016 organisiert hatte, waren schon allein wegen der äußeren Bedingungen optimale Voraussetzungen für ein Gelingen im Sinne der Ausschreibung gegeben.

Mit 8 Teilnehmern, 3(+1) von ihnen männlich, hörten wir schon gleich nach unserer Ankunft um 8:30 Uhr, dass kurz nach unserer Passage der Verkehr im Bereich des Grenztunnels infolge der Schneeverhältnisse zum Erliegen gekommen war! Nachdem die Lawinenkommission wegen des anhaltenden Schneefalls und starken Windes in den Kammlagen den Skibetrieb nur im Bereich der Kabinenbahn freigegeben hatte, stürzten wir uns in die neblige Tiefe. Ein Vergnügen war´s zunächst nicht, weil der mangelnde Kontrast uns immer wieder in abgrundtiefem Schnee steckenbleiben ließ. Aber unterhalb der Wolkendecke ging´s dann zur Sache, und es offenbarten sich die kleinen Tricks, mit denen man (frau) sich in eingeschliffenen Mustern das LEICHTE und Situations-angepasste Skifahren erschwerte - z.B. mit verbesserter Schussfahrt oder verzagendem Absitzen... Auch da war unser Björn vorbildlich, wenn er in stetem Kampfmodus den unschuldigen Schnee zermürbte!

Doch dem Methodiker ging´s um Rückgewinnung der Leichtigkeit und des Bewusstseins - also um das Aufbrechen der durch Alltagsgewohnheiten, schlechte Vorbilder oder falsche Unterweisungen zementierten Haltungen! Denn diese zwingen bei schwierigeren Schnee- und Gelände-Beschaffenheiten meist in die Defensive (Innen- und "Rück-Lage"=Absitzen). Ersetzen kann er sie nicht durch x-maliges Üben "richtiger" Techniken"" sondern Schaffung immer neuer Situationen, in denen angemessenes und definiertes VER-Halten gefordert ist. Begleitet und untermauert muss es werden durch nachvollziehbare Begründung und insbesondere Bezogenheit auf im eigenen Körper durchzuführende AKTIONEN, also be- dachte Offensive. Und so seltsam es klingen mag: Der Schlüssel dazu liegt i.d.R. nicht in den Beinen - sondern am das konsequente Belasten der bogenäußeren Skispitze verhindernden Hochziehen der bogenäußeren Schulter (> zwingt in die Innen-Lage)! Nur, wenn in der Steuerphase die Schulter "fällt" und der Stock erst unmittelbar vor der nächsten Richtungsänderung in Position (ca. auf Höhe der Schuhspitze) gebracht wird, geht´s ganz leicht, wird der Bogen auch gegen Widerstand sicher steuerbar und damit Skifahren Sinn- und Lust-voll!

Diese gemeinsamen Er-Fahrungen haben schließlich bei allen großes Erstaunen über das eigene Können auch unter bisher "nicht fahrbaren" Bedingungen erbracht und unseren Adrenalinspiegel gepuscht! Erst die einbrechende Dämmerung und die Betriebsschließung der Seilbahn brachten uns zum "Aufgeben" - schließlich mussten wir ja noch unsere Autos wiederfinden und ausgraben, die der den ganzen Tag andauernde Schneefall verschüttet hatte...