Ski- und Schneeschuhtouren

Rückblick 2019/2020

25.01.20 Hintere Steinkarspitze 2215 m

Im optimal besetzen Sektions-Bus gings mit 9 Teilnehmern nach Kelmen. Die Leit-ung der Tour hatte Heinz Messarosch. Nach dem obligatorischen LVS-Check wurde von dort der Aufstieg in Angriff genommen. Durch lichten Wald und immer wieder freien Abschnitten erreich-te die Gruppe nach knapp 1,5 Std, das Kelmer Jöchl auf 1852 m. Eine ent-spannte Lawinengefahrenstufe 1 erlaubte die direkte kurze Querung zum Gipfelhang. Dieser war teilweise recht vereist, sodass mehrheitlich die Teilnehmer mit Harscheisen weiterstiegen. Nach 2 Std. 50 Min. wurde das Gipfelkreuz erreicht und die Sonne be-grüßte uns. Die Abfahrt am Gipfelhang gestaltete sich wegen der Bruchharschsituation doch recht anstrengend. So genossen die Teilnehmer umso mehr die anschließende ostseitige Pulverabfahrt. Nach kurzem Wiederaufstieg zum Kelmer Jöchl wurde aus-giebig Brotzeit gemacht. Die anschließende Abfahrt zum Parkplatz forderte wegen der vereisten Situation nochmal viel Aufmerksamkeit. Natürlich wurde bei der Heimfahrt auch noch eingekehrt und so ging ein ausgefüllter Skitourentag zu Ende.

16.01. und 25.01 Lawinenkurs

Nachdem eine Gruppe von 24 Teil-nehmern am Donnertagabend die theo-retischen Grundlagen zum Verhalten bei einem Lawinenabgang und der Kamer-adenhilfe besprochen haben, war es ebenso wichtig, den Umgang mit der persönlichen LVS-Ausrüstung zu üben. Dabei gaben die Trainer um Christian Stechele die Updates der Lehrmeinung innerhalb des DAVs zur  Verschüttetensuche weiter. Die Unterstützung dieser Gruppe aus Landsberg ermöglichte das umfangreiche Training an beiden Tagen. In Kleingruppen übten die Teilnehmer die LVS- Strategie und konnten dabei dann auch die aktuellsten LVS-Geräte ausprobieren und verschiedene Verschüttungsszenarien durchspielen. Richtiges sondieren und schaufeln wurde ebenfalls gezeigt und ausprobiert. Eine Lichtung auf dem Weg zum Aggenstein vom Tannheimertal aus bot die idealen Bedingungen. Mit vielen Erfahrungen konnten die Teilnehmer den Trainingstag beenden.

11.01.20 Lechtaler Alpen, Galtjoch 2109 m

Vier Skitourengeher des Alpenvereins Schongau waren unter der Leitung von Bernhard Reich unterwegs. Das Ziel war das Galtjoch. Vom Parkplatz der Ehen-bichler Alm in Rinnen startete die Gruppe zunächst mit einem LVS-Check bevor es auf die Aufstiegsspur ging. Bei leichtem Schneefall kamen die Tourengeher an der Alm vorbei und kurz unter dem Gipfel konnte die Sonne die Wolken verdrängen. Nach einer kleinen Rast bereiteten sich die Teilnehmer auf die Abfahrt vor und kehrten noch in der Alm ein. Der anschließende Teil der Abfahrt erforderte hohe Konzentration, da es auf teils harten und eisigen Passagen durch den Wald und über die Forststraße ging. Ohne Schwierigkeiten trafen alle wieder beim AV-Bus ein und konnten mit einem schönen Erlebnis die Heimfahrt antreten.

05.-07.04.2019 Ski-Dreitau-sender in der Goldberg-gruppe/Rauris 

Mit dem DAV Bus starteten 6 Teil-nehmer direkt und 2 Teilnehmer mit dem Privatauto über Holzkirchen, um dort Barbara und Skitourenführer Oliver Körtge mitzunehmen und ins Rauristal zu fahren. Gemeinsam ging es dann bei leichtem Schneetreiben weiter zum Parkplatz Lenzanger. Da der Pick-up mit Anhänger verspätet eintraf, konnte die Gruppe erst gegen 11:15 Uhr zu der Unterkunft starten und die Zimmer im Ammererhof (1629 m) beziehen. Gegen Mittag starteten die Skibergsteiger zur ersten Tour Richtung Kolmkarspitze. Da es nachts ca. 15 cm nassen, nicht gebundenen Neuschnee gegeben hatte, wurde die Tour beim Aufstieg Richtung Niedersachsenhaus (2400 m) abgebrochen. Der aufkommende Nebel verzögerte die Abfahrt ins Tal und es waren dann ca. 800 Hm bei der ersten Tour. Der restliche Nachmittag wurde zur Nach- und Vorbesprechung, bei Kaffee und Kuchen, sowie weiteren Heiß- und Kaltgetränken im Naturfreundehaus genutzt.

Am zweiten Tag ging es um 7:00 Uhr bei wolkenfreiem Himmel zum „Hohen Sonnblick“ auf 3106 m. Zunächst stieg die Gruppe über eine steile Rampe zum „Neuen Naturfreun-dehaus“ (2180 m) auf und dann weiter in einem langen Bogen durch ein Tal. Anschließ-end wieder steiler hinauf zum „Hohen Sonnblick“. Auf 3106 m thront dort das 1886 erbaute Observatorium mit dem Zittelhaus. Mit 1600 Hm und einer Gehzeit von 3:45 h war für die Tour Kondition gefordert. Nach einer Pause, mit tollen Ausblicken auf die umliegenden Berge, ging es an die Abfahrt. Zunächst über den Gletscher bei Pulver-Schnee und danach, weiter unten, über schöne Firnhänge. Auf der Sonnen-Terrasse ließ man dann den Tag ausklingen.
Die dritte Tour startete um 7:00 Uhr und als Ziel stand der „Hocharm“ (3254 m) auf dem Programm. Bei herrlichem Wetter ging es zunächst etwas steiler los und anschließend ziemlich gleichmäßig hinauf zum Gipfel. Da der Schnee hart durchgefroren war, musste mit Harscheisen gegangen werden. Auch dieser Aufstieg von 1740 Hm forderte die Teilnehmer. Nach einer kurzen Pause am Gipfel und einer grandiosen Aussicht, folgte die Abfahrt, die anfangs sehr ruppig war. Nach ca. 700 Hm warteten die Skifahrer darauf, dass es etwas auffirnt. Diese Pause hatte sich gelohnt und die anschließenden Schwün-ge ins Tal waren ein Genuss. Zum Abschluss saßen die hochzufriedenen Teilnehmer vor dem Ammererhof in der Sonne und gegen 15:00 Uhr brachte sie der Pickup und wieder zurück zum Parkplatz. Für alle war es wieder ein unvergessliches Erlebnis in der Gold-berggruppe der Hohen Tauern.

24.03.2019 Wurmtalerkopf

Eine Gruppe Skibergsteiger machte sich am Sonntagfrüh auf ins Pitztal und nahm die erste Gondel der Riffelsee-Bahn zur Unterstützung auf ihrem Weg zum Wurm-talerkopf. Nach einer kurzen Abfahrt fell-ten die acht Skitourengeher um Robert Zimmermann auf und folgten den Spuren am See entlang Richtung Westen. Eine leichte Pulverauflage versprach eine tolle Abfahrt und so wurde freudig das weite Skigelände des Hochtals durchwandert. Die letzten Höhenmeter gings dann eher steil bergauf und bei dem strahlenden Sonnenschein konnte jeder Teilnehmer schon die herrlichen Aus-blicke genießen. Kurz unterhalb des Gipfels wurden die Ski deponiert und zu Fuß ging es über den Grat zum 3250 Meter hohen Gipfel. Mit tollen Ausblicken auf die grandiose Bergwelt , z.B. zur Wildspitze im Süden, wurde kurz Brotzeit gemacht und anschließend ging es entlang der Aufstiegsspur durch die Pulverauflage wieder zurück ins Tal. Eine abschließende Einkehr am Pisten-rand des Skigebietes rundete den herrlichen Tag ab, bevor es auf den Heimweg ging.

Sa. 16.03.2019 Grubigstein statt Seeblasskogel

Eigentlich war eine lange Skitour auf den anspruchsvollen und langen Seeblas-kogel geplant und die Tour mit fünf Teilnehmern ausgebucht. Leider herrschte am Tag der Tour die Lawinen-warnstufe 4 im Sellrain. Somit war weder die geplante Tour, noch eine andere im Gebiet durchführbar. Kurzerhand wurde mit dem Grubigstein ein anderes Ziel vereinbart und alle Teilnehmer zogen auch hier mit Begeisterung mit. So konnte die Gruppe unter Leitung von Michael Schnitter auf und neben der Piste in sicherem Gelände einen sehr schönen Tourentag bei bestem Wetter erleben. Am Marterl bei der Bergstation war dann aber auch hier Schluss - der Hang zum Gipfel war komplett eingeweht und geladen. Nach einer kurzen Abfahrt genoss die Gruppe an der Wolfratshausener Hütte die Sonne. Nach der Talabfahrt wurde bei bester Laune noch auf einer Sonnenterasse eingekehrt. Wenige Tage später wurde ein tödlicher Unfall durch Wechtenbruch am Seeblaskogel bekannt. Diese Nachricht bestätigte alle, dass für diesen Tag die richtige Entscheidung zum Verzicht und der Planänderung getroffen wurde.

Do. 14. – So. 17.03.2019 Skitouren im Obervinschgau / Matschertal / Val Müstair 

Ein schönes Skitourenwochenende hatte Oli Körtge wieder organisiert. Auch mit dem Wetter hatte die siebenköpfige Gruppe einigermaßen Glück. So war zunächst der Aufstieg am ersten Tag zum Grion Kopf (2896 m) mit 1000 Hm noch bei guter Sicht zu bewältigen, dafür war dann die Abfahrt im Nebel eher ein Abenteuer. Aber es hatte ja geschneit und so war es doch ein Vergnügen. Für den Freitag war dann der Dauerschneefall verantwortlich für eine sehr sichere Skitour. Der Wer führte Von Lue auf den Muntet (2763 m). Trotz Sturm und eingeschränkter Sicht genossen die Skiberg-steiger den Pulverschnee.

Nach Schneefall kommt auch wieder die Sonne und so wurde die dritte Tour Von Müstair auf den Chavalatsch (2763 m) bei blauem Himmel und herrlicher Sonne gestartet. Zwar mussten zu Beginn die Ski an den Rucksack und man hätte fast in kurzer Hose gehen können, aber Richtung Gipfel wurde es eisig und ein kräftiger Wind sorgte dafür, dass die Pause nur kurz dauerte. Bei besten Verhältnissen gings entlang der Aufstiegsspur zurück ins Tal.

Viel Schnee bedeutet auch einen Anstieg der Lawinengefahr und so war die Abschluss-tour wieder eine sichere Variante in dem herrlichen Skitourengebiet. Von Chirv spurte die Gruppe auf den Piz Dora (2951 m). Der Wind war nicht mehr so stark und bei strahlend blauem Himmel konnte so auch der Ausblick am Gipfel genossen werden. Ein bisschen anspruchsvoller war die Abfahrt, da die Schneeverhältnisse stark unterschiedlich waren und da heißt es aufpassen. Aber schlussendlich sind wieder alle heil nach Hause gekom-men und können die vier Tage in guter Erinnerung behalten.

16.02.2019 LVS-Tag - Praxis auf der Kuhalm

Bei bestem Wetter konnten vor kurzem 18 Skibergsteiger vom DAV- Schongau einen intensiven Trainingstag zum Thema Lawinenverschüttetensuche (LVS) unterhalb des Teufelstättkopfes bei Unterammergau mit den Trainern Armin Reich-Gambal und Christian Stechele erleben. Die Teilnehmer erfuhren von den Referenten fundiertes Basiswissen im Umgang mit der persönlichen Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde) und absolvierten dabei verschiedenste Unfallszenarien, z.B. Ein- bzw. Mehrfach-verschüttungen. Dem Praxisteil ist noch ein Theorieabend vorausgegangen, bei dem die Einschätzung der Lawinenlage den Schwerpunkt bildete.

Als wichtiger Bestandteil wurde unter anderem auch das richtige Sondieren, Schaufeln und mögliche Erste-Hilfe-Maßnahmen nach der Lawine von den Fachübungsleitern vorgestellt. Wie entscheidend eine schnelle Kameradenrettung für den Verschütteten ist, zeigen auch in diesem Winter wieder zahlreiche Lawinenunfälle. Spätestens nach 15 Minuten unter dem Schnee beginnt eine lebensbedrohliche Situation für den Verun-fallten. Daher ist ein regelmäßiges Training mit der LVS-Ausrüstung für jeden Winter-sportler ein wichtiger Bestandteil. Mit einer gemütlichen Einkehr im Gasthof „Schleif-mühle“ in Unterammergau klang der Ausbildungstag aus.

14. – 17.02.2019 Skitouren im Münstertal / Val Müstair 

Einen absoluten Glücksgriff mit dem Wetter hatte eine Gruppe Winter-sportler des Alpenvereins der Sek-tion Schongau. Die insgesamt neun Frauen und Männer hatten zusam-men mit Tourenführer Oli Körtge vier Tage Genuss-Skitouren auf dem Plan. Die Vorfreude war groß, da tatsächlich vier Tage absoluter Sonnen-schein angesagt war.

Am Donnerstag Früh um 6.30 Uhr traf sich die Gruppe in Schongau, um gemeinsam mit dem DAV-Kleinbus in Richtung Reschenpass zu starten. Pünktlich um 10.00 Uhr traf sich die Reisegruppe mit ihrem Tourenführer in dem kleinen Bergdorf Rojen (oberhalb des Reschensee), um dort gleich zur ersten Tour aufzubrechen. Es wurde der „Äußere Nockenkopf“ mit einer Aufstiegshöhe von ca. 800 Höhenmetern in Angriff genommen. Natürlich nahmen sich die Skibergsteiger auch Zeit für eine ausführliche Pause und einen Rundblick über die grandiose Bergwelt. Die anschließende Abfahrt stellte dann einige skifahrerische Anforderungen, denn es waren alle Arten von Schnee zu bewältigen und jeder gab sein Bestes, um gut unten anzukommen. Dann ging es weiter mit dem Bus nach Taufers im Münstertal, wo uns eine sehr noble Unterkunft erwartete (es sollten ja Genusstage werden!!!). Tolles Essen, schöne Zimmer und ein wunderbarer Wellness-Bereich wurden uns dort geboten. Letzterer wurde nach den Touren ausführlich genützt, um einem eventuellen Muskelkater vorzubeugen.

Der nächste Tag begann mit einer kurzen Busfahrt über die Schweizer Grenze an den Fuße des Chavalatsch-Gipfels. Dort stand uns ein Aufstieg von 1300 Höhenmeter bevor. Da heißt es, seine Kräfte gut einteilen. Während der Tour beobachtete die Gruppe immer wieder genau, unter Anleitung und Erklärungen des Guides, das Gelände auf eventuelle Gefahren durch Lawinen. Oben angekommen waren zuerst einmal alle überwältigt vom Ausblick auf die umliegenden Gipfel. Auch so bekannte Berge, wie der Ortler oder die Sesvenna-Gruppe waren zu sehen. Einige der Teilnehmer kannten sich gut aus und gaben ihr Wissen an die anderen weiter.

Am zweiten und dritten Tag wurden ebenfalls von der Schweiz aus, der Piz Dora (1300 Hm) und der Piz Terzà (1000 Hm) bestiegen. Von den Anforderungen waren sich die Touren sehr ähnlich und somit wusste jeder, was auf ihn zukommt.

Die Abfahrten von den Gipfeln waren alle genauso schweißtreibend wie die Aufstiege und forderten die Gruppe immer wieder heraus. Gott sei Dank gab es keine schwer-wiegenden Stürze oder Verletzungen. Es war auch selbstverständlich, dass jeden Tag vor Tourenbeginn der Lawinenpiepser getestet und die Ausrüstung kontrolliert wurde. Einmal wurden wir sogar von einem Wildhüter persönlich aufgeklärt, wie wir uns im freien Gelände zu verhalten hätten, um die Wildtiere nicht zu stören. Das ist den Be-wohnern dort im Münstertal sehr wichtig und es gibt dazu an Wanderparkplätzen Infotafeln und Flyer.

Die vorherrschenden Farben an diesen vier Tagen waren eindeutig blau (Himmel) und weiß (Schnee) und alle waren sich einig, so ein Glück muss man erst einmal haben. Die einzelnen Touren waren von Oli Körtge gut auf das Können und die Kondition der Teil-nehmer abgestimmt und es kam jeder auf seine Kosten. Es waren wunderschöne, entspannte, fröhliche und skitechnisch unfallfreie Tage, die man nicht vergisst.

Impressionen