Ski- und Schneeschuhtouren

Rückblick 2018/2019

16.02.2019 LVS-Tag - Praxis auf der Kuhalm

Bei bestem Wetter konnten vor kurzem 18 Skibergsteiger vom DAV- Schongau einen intensiven Trainingstag zum Thema Lawinenverschüttetensuche (LVS) unterhalb des Teufelstättkopfes bei Unterammergau mit den Trainern Armin Reich-Gambal und Christian Stechele erleben. Die Teilnehmer erfuhren von den Referenten fundiertes Basiswissen im Umgang mit der persönlichen Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde) und absolvierten dabei verschiedenste Unfallszenarien, z.B. Ein- bzw. Mehrfach-verschüttungen. Dem Praxisteil ist noch ein Theorieabend vorausgegangen, bei dem die Einschätzung der Lawinenlage den Schwerpunkt bildete.

Als wichtiger Bestandteil wurde unter anderem auch das richtige Sondieren, Schaufeln und mögliche Erste-Hilfe-Maßnahmen nach der Lawine von den Fachübungsleitern vorgestellt. Wie entscheidend eine schnelle Kameradenrettung für den Verschütteten ist, zeigen auch in diesem Winter wieder zahlreiche Lawinenunfälle. Spätestens nach 15 Minuten unter dem Schnee beginnt eine lebensbedrohliche Situation für den Verun-fallten. Daher ist ein regelmäßiges Training mit der LVS-Ausrüstung für jeden Winter-sportler ein wichtiger Bestandteil. Mit einer gemütlichen Einkehr im Gasthof „Schleif-mühle“ in Unterammergau klang der Ausbildungstag aus.

 09.02.2019 Schneeschuhtour Ziegelspitz 1719 m

Regen auf der Hinfahrt, Sonne am Gipfel. Besser konnte es nicht kommen. Und dann noch das Glück, dass die wenigen Parkplätze am tief verschneiten Ettaler Sattel ausreichten. Da kam schon die erste Herausforderung: Vom Straßen-niveau auf die Oberfläche der Schneemassen zu klettern. Dann ging es nach dem obligatorischen LVS-Check los. Steil führte Tourenleiter Claus Pätzel die siebenköpfige Gruppe empor. Ab und zu versank mal ein Fuß, dann wieder ein Stock im meterhohen, unten zum Teil recht weichen Schnee. Bald aber war der erste Gipfel, der 1515 m hohe Ochsensitz geschafft. Nach kurzer Rast ging es dann ein Stück hinunter und über einen makellosen Firngrat auf den 1719 m hohen Ziegelspitz. Damit ließen es die Bergsteiger bewenden, denn der Weiterweg zur Notkarspitze sah dank etlicher Wechten doch eher abschreckend aus. So genoss man lieber die phantastische Aussicht auf den Wetter-stein, den Pfaffenwinkel und das imposante Kloster Ettal. Nach gemüt-licher Brotzeit hieß es dann wieder ins Tal zu kommen. Angesichts der ungleichmäßigen Schneedecke und des teils steilen Geländes durchaus eine Herausforderung, die auch zu der einen oder anderen lustigen Situation führte. Näheres mag der Phantasie des Lesers überlassen bleiben.

09.02.2019 Skitour ins Kleinwalsertal, Karlstor 2100 m

Bei sehr zweifelhaften Wetter machte sich eine Gruppe von sieben Skitouren-gehern unter der Leitung von Robert Zimmermann auf den Weg nach Baad. Hier verbesserte sich die Situation und bei hoher Bewölkung und teilweisem Sonnenschein stiegen die Skibergsteiger durch das Bärgunttal Richtung Großer Widderstein auf. Die Schneebedingungen waren günstig und nur leicht windverpresst. Auch einige Höhenmeter boten lockern Pulverschnee. Nach dem der nordseitige Kessel durchstiegen war, kam die Gruppe auf der Scharte an. Die Abfahrt nach einer kurzen Pause erfolgte entlang der Aufstiegsspur. Leider war der festere Schnee nicht leicht zu fahren und so kam eine Teilnehmerin zu Sturz und verletzte sich das Knie. Eine Abfahrt war dadurch nicht mehr möglich. Die Leitstelle organisierte einen Hubschrauber, der die Skifahrerin ins Krankenhaus flog. Zum Glück konnte die Gruppe auf dem Heimweg am Krankenhaus die Patientin abholen und wieder mit nach Hause nehmen. Trotz dieses Zwischenfalls war es eine erlebnisreiche Tour.

26.01.2019 Rodeltour, Breitenberg 1838 m

Der Breitenberg oberhalb von Pfronten ist ein perfekter Aus-sichtsberg und bietet von Süden her eine leichte Winterwanderung.  Marco Schulz war mit einer begeisterten Gruppe bei leichtem Schneefall und starker Bewölkung unterwegs. Nach einer gemütlichen Einkehr in der gastlichen Ostler Hütte rauschten die fünf Teilnehmer über eine Strecke von 6 km wieder ins Tal und hatten einen Mordsspaß.

15.12.2018 Einsteiger-Skitour

Zum Start in die Skitouren-Saison startete eine 8-köpfige Gruppe mit den Skiern zum Füssener Jöchle. Da noch nicht genügend Schnee lag, entschied sich Robert Zimmer-mann den einfachen Aufstieg östlich der präparierten Piste durch den Wald, um an-schließend auf der Skipiste abzufahren. An der Bergstation Sonnblick ging es dann noch vorbei und die Skibergsteiger setzten sich den Gamskopf als Ziel. Nach einer gemüt-lichen Einkehr und abschließender Abfahrt machte sich die Gruppe mit dem Vereinsbus wieder auf den Heimweg.

06. - 08.04.2018 

Krimmler Tauernhaus

Eine Gruppe von sechs Skiberg-steigern machte sich auf den Weg ins Salzburger Land und verbrachte unter Leitung von Oli Körtge ein ideales Skitouren-Wochen-ende. Da die Gruppe schon sehr früh startete, konnte gleich noch eine Tour am Freitagbewältigt werden. Ein Teil des Gepäcks wurde zur Unterkunft transportiert und so machten sich die Tourengeher auf zur Rosskarscharte. Vorbei gings an der Zittauer Hütte und am unteren Gerlos-See bevor die 2689 m hohe Scharte erreicht wurde. Im schönsten Pulverschnee fuhren die Teilnehmer anschließend durchs Rosskar zum Krimmler Tauernhaus. Der nächste Tag bescherte sehr warmes und sonniges Wetter, wodurch die Planung kurzfristig angepasst werden musste. Das vorgesehene Glockenkar konnte auf Grund einer Querung nicht begangen werden und so rückte der Tauernkogel mit 2872 m in den Vordergrund. Über die Nordseite erfolgte die Abfahrt und nach 22 km und gut 1500 Höhenmetern konnte man den Nachmittagskaffee auf der Sonnenterrasse genießen. Der Sonntag stand dann schon wieder im Zeichen der Heim-fahrt und so war der Gabler mit einer Höhe von 3263 m ein lohnendes Ziel auf dem Rückweg. Zunächst stieg die Gruppe wieder zur Rosskarscharte auf und nach kurzer Querung führte die Spur zum Skidepot. Von dort kletterten die Skibergsteiger noch zum Gipfel, um dann nach kurzer Pause durch das Wildgerlos-Tal zum Parkplatz abzufahren. Ein erfolgreiches Wochenende mit allen Schneearten und bestem Wetter bleibt bei allen Beteiligten in guter Erinnerung.

18.03.2018 Hochwannig?

Die Wettervoraussichten waren nicht optimal, doch die drei Teilnehmer, die sich mit Robert Zimmermann auf die Tour machten, hofften auf eine Wolkenlücke, damit man sich einigermaßen orientieren könnte. Beim Aufstieg entlang der Piste der Marienberg-bahn zeigten sich erste Aufhellungen, die die Hoffnung steigerten. Dann zog es aber immer dichter zu und so kam es, dass die Gruppe eine Rinne zu früh im Anstieg zum Gipfel spurte. Der frische Schnee machte alte Spuren unsichtbar und da sich annähernd die gleiche Steigung wie im Orginalweg ergab, vermutete man den richtigen Aufstieg. Leider musste zu spät erkannt werden, dass es sich bei dem Grat, den die Skibergsteiger erreichten, um den Roten Schrofen handelte. Nach dem Abfellen begann das Nebel-stochern in der Abfahrt. Der Schnee war zum Glück pulverig und so konnte man sich entlang der Aufstiegsspur nach unten arbeiten. Etwas tiefer lockerte der Nebel auf und so konnte die zweite Hälfte der Abfahrt entspannter unter die Ski genommen werden. Zwar ohne den richtigen Gipfel, aber zum Glück unversehrt, trat die Gruppe am frühen Nachmittag die Heimfahrt an.

11.03.2018 Höllenspitze
Sehr markant steht die Höllenspitze am Ende des Lechtals. Kurz hinter Steeg ver-läuft die Forststraße ins Bockbachtal und zu den Bockbach-Almhütten. Robert Zim-mermann organisierte diese Tour und drei Skibergsteiger der Sektion Schon-gau machten sich mit ihm auf den Weg. Zunächst sorgte die hohe Bewölkung für diffu-ses Licht und nachdem es in der Nacht nicht richtig durchgefroren hatte, war während des Aufstiegs damit zu rechnen, dass die Abfahrt über brüchige Harschdeckel führen wird. Der Föhnwind der letzten Tage hatte alte Spuren verweht und so musste bis zum Gipfel gespurt werden. Vom Älpele verlief die Tour quer zu den Osthängen und dann unter dem Gipfel durchquerten die Skibergsteiger das Höllkar, um mit einigen Spitz-kehren zum Gipfel zu gelangen. Gemeisam konnte dann auf 2364 m die Aussicht genos-sen werden, denn die Sonne setzte sich für ca. eine Stunde durch. Diese Chance nutzte die Gruppe und zog ihre Spuren durch festeren Pulverschnee und dann sogar noch über Firnhänge. Bei den unteren Almhütten kehrten die vier noch ein und ließen den gelung-enen Ausflug noch gemütlich ausklingen.

01. - 04.03.2018 Palagebiet

Sieben Mitglieder des DAV Schongau waren mit Oliver Körtge an diesem ver-längerten Wochenende unterwegs. Ziel war das Refugio Flora Alpina als Aus-gangspunkt für die geplanten Touren. Gleich nach der Ankunft stieg die Gruppe schon zum ersten Gipfel Forca Rosa auf. Es waren 800 Höhenmeter in mäßig steilem Gelände zu bewältigen. Auf dem Rückweg blieb noch Zeit, um sich den Schneedeckenaufbau bei einem sogenannten Blocktest genauer zu betrachten.

Am zweiten Tag startete die Gruppe bei leichtem Schneefall zum Cima di Bocche. Auf-grund der schlechten Sicht musste aber auf die Gipfelbesteigung verzichten werden. Da-für ergab sich nach einer kurzen, genussvollen Abfahrt ein zweiter Anstieg, der ebenfalls eine schöne Abfahrt bescherte. Insgesamt kamen dann doch 1300 Höhenmeter zusam-men. Am dritten Tag war der Ponte Ciadine mit 2885 m das Ziel. Nach einem anspruchs-vollen, steilen Aufstieg mussten die Skibergsteiger kurz vor dem Gipfel abermals ab-brechen, da auch an diesem Tag der Gipfel im Nebel verschwand und ein Weitergehen deshalb zu riskant gewesen wäre.

Das Highlight des Tourenwochenendes war die Durchquerung des Palagebirgsstocks bei sonnigem Wetter, das für diese Unternehmung notwendig ist. Gestartet wurde in San Martino. Von dort wurden die ersten Höhenmeter auf 2572 m mit der Seilbahn über-wunden. Eine beeindruckende Skiwanderung durch die winterliche Hochebene faszi-nierte die Teilnehmer sehr. Die 18 Kilometer lange Fahrt ins Tal erforderte skifahrer-isches Können. Die Einkehrmöglichkeit am Ende der anstrengenden Abfahrt wurde bei allen Teilnehmern begeistert angenommen. Anschließend ging es dem Skitaxi zurück zum Ausgangspunkt und von dort mit dem Vereinsbus auf die Heimreise. Die Sieben waren sich einig, dass es wieder ein gelungener Ausflug mit Oliver Körtge war und freuen sich schon auf die nächste Fahrt mit ihm.

03.03.2018 Brentenjoch mit Schneeschuhen

Schongauer Alpenverein genießt die Freuden des Winters

Die große Kälte war zum Glück vorbei; die große Wärme noch nicht da. Also ideale Be-dingungen für eine genussvolle Schneeschuhtour. Und so machten sich sieben Schnee-schuhgeher unter Leitung von Claus Pätzel bei allerbestem Winterwetter von Grän aus auf den Weg zum Gipfel. Anfangs ging es idyllisch durch den Wald und entlang eines winterlich verzauberten Bachbettes. Dann führte der Weg über freie Flächen zur Seben-alpe, von der nur wenig vom Dach zu sehen war. Steil ging es dann in das Vilser Jöchl und noch steiler auf direktem Weg zum Gipfel des Brentenjoch (2000m). Nach 2 3/4 Stunden war es geschafft. Brotzeit und eine grandiose Aussicht konnten in aller Ruhe genossen werden. Auch bergab wurde meist der direkte Weg gesucht. Wem es zu steil wurde, der nahm auch mal kurz den Hosenboden zu Hilfe. So kam auch der Spaß bei unserer Truppe nicht zu kurz. Eine gemütliche Einkehr im Gasthof Fallmühle rundete den schönen Tag ab.

24.02.2018 Similaun

Eine lang Tagestour hatte sich eine Gruppe Tourengeher des DAV Schongau unter Leitung von Michael Schnitter vor-genommen: an einem Tag den Similaun im hintersten Ötztal mit einer Höhe von 3600 m mit Ski zu besteigen. Bereits der Aufstieg zur Martin-Busch-Hütte zog sich in die Länge. Die großzügigen Hänge hinauf zum Gletscher, der sich bereits deutlich zurückgezogen hat, und das an-schließende Gletscherplateau bis zum Skidepot boten grandiose Ausblicke. Der nach oben immer bessere Schnee weckte riesige Vorfreude auf die lange Abfahrt. Zunächst wurden aber noch die Steigeisen angelegt und der Gipfelgrat konzentriert bewältigt. Nach 1800 Hm war die Gruppe nach vielen Stunden schließlich am Ziel und alle begei-stert und überwältigt. Die Abfahrt über den Gletscher und bis zur Martin-Busch-Hütte zurück war schließlich kaum noch zu toppen. Der Weg hinunter ins Tal war dann geprägt von knochenhart gefrorener Schrägfahrt, die mit größter Umsicht zu bewältigen waren. Erst als die gewalzte Spur er-reicht war, herrschte Erleichterung. Im Schein des Mondes und der Stirnlampen wurde dann erschöpft aber überglücklich das Auto in Vent erreicht. Ein starkes Team, ein großartiger Tag und ein tolles Abenteuer!

17.02.2018 Mit den Ski zum Schönkahler

Sieben Skitourengeher der Sektion Schongau waren unter der Leitung von Heinz Messa-rosch zum Schönkahler im Tannheimer Tal aufgebrochen. Nachdem die Wettervorher-sage nicht optimal war, befürchteten die Teilnehmer eher schlechte Sicht. Zum Glück zeigte sich weiter oben dann doch auch die Sonne. Vom Parkplatz an der Hauptstraße nach Grän gings zunächst noch im Dunkelgrau des verhängten Himmels. Weiter oben im Hohlweg war es recht steinig, so dass bei der Abfahrt hier sogar die Ski abgeschnallt werden mussten. Nach dem Wald und auf dem Weg zur Pfrontener Alm hellte es etwas auf und die Sonne kam durch den Wolckenschleier. Nach genau 2 Stunden konnten sich die verschwitzten Skibergsteiger am Gipfel umziehen und zur Brotzeit nochmals zur Alm abfahren. Erst dort genossen sie ihre Brotzeit und nutzten die Zeit am Nachmittag noch für eine kleine LVS-Übung. Die Schneeverhältnisse waren nicht gerade ein Genuss, aber ein schöner gemeinschaftlicher Ausflug war es allemal.

01. - 04.02.2018 Villgratental in Osttirol

Acht Mitglieder des DAV Schongau verbrachten vier gelungene Skitourentage im Villgratental in Osttirol. Unter der Leitung von Oli Körtge sammel-ten die Teilnehmer wieder tolle Erfahrungen und Eindrücke. Die idealen Skibedingungen an diesem Wochenende sorgten für einen optimalen Ausflug. An den ersten beiden Tagen konnten sich die Ski-bergsteiger über 30 cm Neuschnee freuen, was perfekte Pulverschneeabfahrten garantierte.

Skitourenführer Oliver Körtge führte umsichtig die Gruppe am ersten Tag auf die Pürglers Kunke (2500m) und am zweiten Tag verlief der Aufstieg zur Kreuzspitze mit 2624 m. Die dritte Tour zum Roten Ginggele (2763m), bei der 1300 Höhenmetern bewältigt werden muss-ten, konnten die Teilnehmer dann bei Sonnenschein in unverspurten Hängen genießen. Auch am letzten Tag fand die Gruppe wieder eine lange unverspurte Abfahrt an den Nordhängen des Marchkinkele (2545 m). Danach traten alle zufrieden und unverletzt die Heimreise an.

Impressionen