Hochtouren

Rückblick 2019/2020/2021

Fr. 16. – So. 18.7.2021 Basiskurs Gletscher/Eis

Endlich wieder ein Gletscherkurs! Monate im Voraus war der Kurs ausge-bucht, das Interesse und die Motivation sehr groß. Mit 6 Teilnehmern fuhr die Gruppe unter Leitung von Michael Schnitter im Vereinsbus nach Vent im Ötztal. Der Aufstieg zur Vernagthütte war bereits von leichtem Regen begleitet. Nach dem Abendessen eine intensive Theorie-Einheit und die wichtigsten Knoten. Am Samstag dann Aufstieg zum Guslarjoch. Hier fand die Gruppe beste Bedingungen für die Übung der Spaltenbergung vor. Allerdings bei dichtem Nebel. Anschließend ging es noch hinauf zum Gipfel des Fluchtkogel (3500m). Am Nachmittag wurde dann noch die Prusiktechnik zur Selbstrettung an der Stütze der Materialseilbahn geübt. Am Sonntag dann leider Regen. Dennoch brach die motivierte Gruppe erneut zu einer Gletschertour auf und erreichte nach 3 1/2 Stunden den Gipfel der Hochvernagtspitze (3530m) - natürlich im Nebel und Regen. Nach einer Stärkung auf der Hütte stieg die Gruppe ins Tal ab, mit vielen Eindrücken und neuem Wissen ausge-stattet für Touren auf dem Gletscher.

Fr.-So. 21.-23.08.2020 Hohe 3000er Rund um die Branca Hütte

Die Branca Hütte liegt im Herzen des Stilfserjoch Nationalparks. Sie war das Ziel der Hochtouren-Gruppe um Björn Briel. Sechs Bergsteiger haben sich auf den Weg gemacht und konnten bei sehr unbeständigem Wetter leider die geplanten Ziele nicht erreichen. Tagsüber zog immer stärkere Bewölkung auf und anschließend kam es zu Schauern und Gewittern. Am Samstag stieg die Gruppe zum Palon de La Mare auf und dann machte das Wetter das Weiterkommen kritisch. Da der Gletscher absolut arper war, mussten die Bergsteiger alle Spaltenbrüche umgehen, was dazu führte, dass die Tour länger dauerte als ursprünglich veranschlagt. Dementsprechend musste abgebrochen und frühzeitig der Rückweg zur Hütte angetreten werden. Für den Sonntag war der Punta san Matteo geplant, aber der Hüttenwirt riet wegen dem arperen Gletscher davon ab. Ausweichziel war der Chevedale, der über den Westgrat bestiegen werden sollte. Der zunächst weglose Aufstieg über eine unangenehme Schuttrampe führte zum Westgrat. Bei einer Höhe von 3600 Meter musste auf Grund der Wetterlage leider wieder der Rückzug bevorzugt werden. Als gewisser Ausgleich könnte man dann zumindest den angenehmen Aufenthalt auf der Hütte erwähnen, der für alle Teilnehmer in schöner Erinnerung bleiben wird.

Fr. 17. - So. 19.07.2020

Wilder Pfaff (3456 m) und Wilder Freiger (3418 m)

Fünf hochtourenbegeisterte Mit-glieder der Sektion Schongau starteten die Rundtour bei den Stubaier Gletscherbahnen. Robert Zimmermann übernahm diese Organisation von Björn Briel, da der werdende Vater zu Hause größere Verpflichtungen hatte. Der Aufstieg zur Dresdner Hütte erfolgte im Nebelreißen. Trotzdem war die Stimmung gut, da der Wetterbericht für die nächsten Tage Besserung versprach. Da aber auch von hoher Bewölkung die Rede war, wurde die Runde umgeplant und so stiegen die Bergsteiger am Samstag zum Beil-joch auf, um dann zur Sulzenau Hütte abzusteigen. Von dort führte der Weg zur See-scharte vorbei am Grünausee. Die Bewölkung lockerte nicht richtig auf und so war der darauffolgende Einstieg über den Gletscher zum Wilden Freiger im Nebel zu bewältigen, was eine gute Orientierung benötigte. Der Abstieg zur Müllerhütte führte zunächst über den Grat zum Becherhaus und kurz davor über den Gletscher Richtung Westen. Die guten Markierungen auf der Schneefläche erleichterten die Orientierung im Nebel und so erreichte die Gruppe nach ca. 11 Stunden die ersehnte Hütte. Ein dreigängiges Abend-essen ließ die Strapazen verklingen. Für den nächsten Tag sollte das Wetter besser werden, aber der Blick aus dem Fenster vereitelte die Stimmung. Der Rückweg ins Ski-gebiet führte über den vorgesehenen Gipfel Wilder Paff. Geklettert wurde im blockigen Grat bis zum Schwierigkeitsgrad II und bei leichter Schneeauflage. Ohne Sicht wurde eine Pause am Gipfel eingelegt und im Anschluss stieg die Gruppe am Seil über den Sul-zenauferner zum Pfaffenjoch. Ab da folgte man dem Grat zum Fernaujoch und übers Schaufeljoch zur Bergstation der Gletscherbahn. Die Abfahrt war eine gute Erholung und die Einkehr nochmal auf der Dresdner Hütte sorgte für einen gelungenen Abschluss. Zusammenfassend eine besondere Tour, nur ohne das passende Wetter fehlen die be-sonderen Eindrücke. Aber alle Teilnehmer waren zufrieden mit der geleisteten Anstrengung.

Sa. 03. – So. 04.08.2019 Piz Kesch 3417 m, Albula-Alpen

Vom Parkplatz an der Albula-passstraße geht es am 1. Tag zur d’Es-Cha Hütte. Am 2. Tag von der d’Es-Cha Hütte über Posta d’Es-Cha zum Gipfel des Piz Kesch. Der Rückweg erfolgt auf dem gleichen Weg.

19. – 21.7.2019 Hochgall (3436 m) Riesenfernergruppe

Ein Berg „wie ein gotischer Dom“ oder „majestätisches Bollwerk“ – diese Beschrei-bungen des Hochgalls weckten die Neugier und so machten sich fünf Bergsteiger des DAV Schongau unter Leitung von Michael Schnitter auf den Weg ins schöne Tauferer Ahrntal. Zunächst erreichte die Gruppe nach einem anfangs sehr steilen Anstieg die ge-mütliche Hochgallhütte mit herrlicher Aussicht. Früh am nächsten Morgen ging es dann

über Geröll und Moränen zum Fuß des Nordwestgrates. Immer am Grat und meist

kletternd wurde die Schulter des „Grauen Nöckls“ erreicht. Von hier zog sich der Block-grat immer steiler, zum Teil mit Drahtseil gesichert und mit Stellen im unteren 3. Schwierigkeitsgrad, bis zum Gipfel des mächtigen Hochgall (3436m). Seil und Steigeisen waren zwar dabei, mussten aber bei diesen Bedingungen nicht eingesetzt werden. Leider nebelte es ein, so dass die Sicht oben sehr eingeschränkt war. Nach dem Abstieg konnte die Abendsonne vor der Hütte genossen werden. Am Sonntag wurde noch ein zweiter Gipfel bestiegen: über einen steilen und wilden Weg mit interessanten Kletterstellen er-reichte die Gruppe noch den Schneebigen Nock (3358m). Da sich Regen ankündigte, ging es recht schnell zurück zur Hütte und nach kurzer Einkehr ins Tal. Die sprudelnden Bäche in der Nähe des Autos boten dann noch eine willkommene Erfrischung vor der Heimfahrt.

05. – 07.07.2019 Fineilspitze 3514 m, Ötztaler Alpen

Eine Gruppe von fünf Bergsteigern unter der Leitung von Björn Briel machte sich von Vent aus zur Martin-Busch-Hütte. Nach einer Übernachtung auf 2500 m in einer vollbesetzten Hütte war der nächste Tag etwas anstrengend. Trotzdem bewältigten die Bergsteiger die 1900 Hm in einem ruhigen Tempo und konnten so bei wechselhaften Wetter den Ausblick in die Ötztaler Alpen vom 3514 Meter hohen Gipfel der Fineilspitze genießen. Auf dem Rückweg ging es wieder am Ötzi-Denkmal vorbei und kurz vor der Hütte überraschte die Alpinisten noch ein schwerer Regenschauer, so dass man durchnässt im Quartier ankam. Auf Grund der ungünstigen Wetterbedingungen und der entsprechenden Vorhersage, war für den Sonntag nur noch der Abstieg geplant und mit einem besonderen Erlebnis traten die Bergsteiger die Heimreise an.

Impressionen