Hochtouren

Rückblick 2020/2021/2022

Fr. 15. – So. 17.07.22 Alphubel (4206 m) & Rimpfischhorn (4199 m)

 Ins Wallis führte die Hochtour des DAV Schongau unter Leitung von Michael Schnitter dieses Jahr. Vier sehr fitte und motivierte Teilnehmer nahmen die lange Anreise ins Schweizer Mattertal und auf die Täschalpe auf sich, um die magische Grenze von 4000 Metern zu überschreiten. Der entspannte Aufstieg auf die herrlich ge-legene Täschhütte auf 2700m bot Gelegenheit zum Kennenlernen und langsamen Akkli-matisieren. Am nächsten Morgen: Frühstück um 2:30 Uhr und dann Abmarsch im Dun-keln. Die Dämmerung und die ersten Sonnenstrahlen auf Matterhorn & Co boten ein un-vergessliches Schauspiel. Nach dem Alhubelsattel folgte der schöne Südostgrat und die anschließende steile "Eisnase", an der mit Schrauben am gleitenden Seil gesichert wurde. So erreichte die Gruppe nach gut 5 Stunden und 1500 Höhenmetern den Gipfel des Alphubel (4206m), der eine unglaubliche Aussicht auf weit mehr als 30 4000er bot. Der Abstieg verlief im bereits sehr weichen Schnee ohne Zwischenfälle, zog sich aber doch noch gewaltig.

Am Folgenden Tag, der auch der Abreisetag war, wurde noch das Allalinhorn (4027m) in Angriff genommen. Wieder um 2:30 Frühstück und danach wandern in der Dunkelheit mit Lampen, bis zum Morgengrauen. Nach dem Alphubeljoch ging es diesmal weiter Richtung Feechopf (3900m). Als dieser erreicht war, entschied sich die Gruppe hier umzukehren. Zu lang und heikel erschien der Weiterweg, auch angesichts der langen Heimreise. Ein sehr schönes Hochtourenwochende mit dem ersten 4000er der Teilnehmer im Tourenbuch! Und sicher nicht die letzte Tour in dieser traumhaften Umgebung.

Sa. 02. - So. 03.07.2022 Hintere Schwärze (3624 m)

Eine Gruppe von sechs Bergsteigerinnen be-gleitete Björn Briel auf dieser Tour. Von Vent (1890 m) aus erreichten die Teilnehmer die Martin Busch Hütte (2501 m) in 2,5 Stunden und somit hatten sie noch Zeit das Thema Spaltenbergung in der Nähe zu üben. Nach einer kurzen Nacht starteten sie über den Mazallkamm zum gleichnamigen Gletscher, der im unteren Teil schon sehr aper ist und auf Grund der hohen Temperaturen war es oben auch schon sehr sulzig und die Spalten waren größtenteils offen. Nicht alle gelan-gten auf den Gipfel, aber die Gruppe die oben war konnte die herrliche Aussicht genie-ßen, bevor sie sich wieder auf den langen anstrengenden Abstieg machten. Noch eine kurze Einkehr auf der Hütte und zurück nach Vent. Ein erlebnisreiches Wochenende war wieder erlebt worden.

Fr. 16. – So. 18.7.2021 Basiskurs Gletscher/Eis

Endlich wieder ein Gletscherkurs! Monate im Voraus war der Kurs ausge-bucht, das Interesse und die Motivation sehr groß. Mit 6 Teilnehmern fuhr die Gruppe unter Leitung von Michael Schnitter im Vereinsbus nach Vent im Ötztal. Der Aufstieg zur Vernagthütte war bereits von leichtem Regen begleitet. Nach dem Abendessen eine intensive Theorie-Einheit und die wichtigsten Knoten. Am Samstag dann Aufstieg zum Guslarjoch. Hier fand die Gruppe beste Bedingungen für die Übung der Spaltenbergung vor. Allerdings bei dichtem Nebel. Anschließend ging es noch hinauf zum Gipfel des Fluchtkogel (3500m). Am Nachmittag wurde dann noch die Prusiktechnik zur Selbstrettung an der Stütze der Materialseilbahn geübt. Am Sonntag dann leider Regen. Dennoch brach die motivierte Gruppe erneut zu einer Gletschertour auf und erreichte nach 3 1/2 Stunden den Gipfel der Hochvernagtspitze (3530m) - natürlich im Nebel und Regen. Nach einer Stärkung auf der Hütte stieg die Gruppe ins Tal ab, mit vielen Eindrücken und neuem Wissen ausge-stattet für Touren auf dem Gletscher.

Fr.-So. 21.-23.08.2020 Hohe 3000er Rund um die Branca Hütte

Die Branca Hütte liegt im Herzen des Stilfserjoch Nationalparks. Sie war das Ziel der Hochtouren-Gruppe um Björn Briel. Sechs Bergsteiger haben sich auf den Weg gemacht und konnten bei sehr unbeständigem Wetter leider die geplanten Ziele nicht erreichen. Tagsüber zog immer stärkere Bewölkung auf und anschließend kam es zu Schauern und Gewittern. Am Samstag stieg die Gruppe zum Palon de La Mare auf und dann machte das Wetter das Weiterkommen kritisch. Da der Gletscher absolut arper war, mussten die Bergsteiger alle Spaltenbrüche umgehen, was dazu führte, dass die Tour länger dauerte als ursprünglich veranschlagt. Dementsprechend musste abgebrochen und frühzeitig der Rückweg zur Hütte angetreten werden. Für den Sonntag war der Punta san Matteo geplant, aber der Hüttenwirt riet wegen dem arperen Gletscher davon ab. Ausweichziel war der Chevedale, der über den Westgrat bestiegen werden sollte. Der zunächst weglose Aufstieg über eine unangenehme Schuttrampe führte zum Westgrat. Bei einer Höhe von 3600 Meter musste auf Grund der Wetterlage leider wieder der Rückzug bevorzugt werden. Als gewisser Ausgleich könnte man dann zumindest den angenehmen Aufenthalt auf der Hütte erwähnen, der für alle Teilnehmer in schöner Erinnerung bleiben wird.

Impressionen