Hochtouren

Rückblick

12. -  13.08. Hohe Geige 3395 m

Die Hohe Geige war das Ziel einer fünfköpfigen Gruppe des Schongauer Alpenvereins. Unter der Leitung von Denis Hanko starteten die Bergsteiger vom Parkplatz in Plangeroß im Pitztal. Der 2-stündige Aufstieg zur Rüsselsheimer Hütte führte durch Wald und über Wiesen und am Ende der Tour wartete ein gutes Abendessen, so dass man am nächsten Morgen gut gelaunt los laufen konnte. Von der Rüsselsheimer Hütte ging es auf dem bezeichneten Weg hinauf nach Gahwinden. Hier folgte die Gruppe dem Wegweiser "Westgrat Hohe Geige". Anfangs noch mit Wegspuren auf dem breiten, bewachsenen Westgrat. Bald ging es in das Blockwerk mit griffigen Fels-blöcken, jedoch waren diese mit einer ca. 10 cm hohen Schneeschicht bedeckt! Dies machte den Aufstieg schwieriger als erwartet und nicht immer fanden die Kletterer die leichteste Route. Nach einigen Aufschwüngen im Gratverlauf wurde es immer ausge-setzter. Immer dem Westgrat folgend, erleichterten Stahlseile und Eisentritte den Anstieg über ein paar steile Felsplatten. Ab hier war der Gipfel bereits recht nah zu erkennen und wenig später hatten wir die Mulde mit dem kleinen Gletscher unter dem Gipfelaufbau erreicht. Die Route folgte über den Gletscherrest bis in das ostseitige Joch und von diesem über Blockwerk zum Gipfel mit schmiedeeisernem Gipfelkreuz. Nach ausgiebiger Gipfelrast mit weiter Rundumsicht, die von den nördlichen Kalkalpen über das Stubai, die Ötztaler, den Ortler und sogar bei klarem Wetter bis zur Bernina reicht, ging es auf die Abstiegsroute über den "Normalweg" zurück zur Hütte.

Dort genossen die Bergsteiger noch eine kurze Pause und nahmen dann wieder das restliche Gepäck auf, um anschließend den Abstieg ins Tal zu beginnen.

14. - 16.07.2017 Im hintersten Ahrntal

Schongauer Bergsteiger erleben Aprilwetter im Juli

Drei Tage im wunderbaren Ahrntal zu verbringen und dabei auf stolzen Gipfeln wie der Dreiherrenspitze und der Röt-spitze zu stehen, war das eigentliche Ziel der sechs Bergsteiger unter Führung von Claus Pätzel. Doch schon der Hütten-anstieg verlief weitgehend im Regen. Dennoch hielt es die Gruppe nicht lange auf der Lenkjöchlhütte. Trotz Schnee und Graupelschauer ging es in flotten 11/2 Stunden noch auf den Ahrner Kopf (3051 m). Dort stürmte es so stark, dass die Bergsteiger sofort den Rückweg antraten. Für den nächsten Tag war zunächst ein Schönwetterfenster mit kurzer Störung zur Mittagszeit prognostiziert. Also machte sich die Gruppe zu Tagesan-bruch teils über tückischen Neuschnee auf plattigem Untergrund auf den Weg zur Dreiherrenspitze. Aber das Schönwetterfenster kam nicht. Stattdessen immer wieder Schneegraupel, Wind, Nebel. Dieser wurde schließlich so dicht, dass man gerade noch wenige Meter nach vorne schauen konnte. Keine guten Voraussetzungen also auf einem unbekannten Gletscher. Und so brach Tourenleiter Pätzel die Tour nach vier Stunden unermüdlichen Anstiegs schließlich ab, denn auch der Rückweg musste noch sicher geschafft und gefunden werden. Immerhin gelang dies, trotz verwehter Spuren. Eine Regenpause wurde dann vor der Hütte noch für eine Übung zur Spaltenbergung mit loser Rolle genutzt. Der nächste Tag sollte von der Früh weg wolkenlos und sonnig sein. Weit gefehlt, aber wenigstens war die Sicht deutlich besser. So ging es steil bergan zunächst über noch wenig verschneite Felsen auf den Rötferner, der durch Windverfrachtung teil-weise pickeltiefen Neuschnee aufwies. Trotz dieses kraftraubenden Hindernisses erreichten die Bergsteiger den Gipfel der Unteren Rötspitze, 3290m. Und sie kamen auch noch ein gutes Stück weiter voran. Und endlich zeigte sich auch die Sonne. Aber das war zu spät. Denn der schneebedeckte Fels ließ ein Weiter-gehen als zu riskant erscheinen. Und so hieß es abermals den geordneten Rückzug anzutreten. Zügig ging es zur Hütte und über das landschaftlich reizvolle Windtal zurück nach Kasern. Ein kurzer Stopp im Kirchlein "Santo Spirito" schloss die Tour ab, bevor die Gruppe wohlbehalten mit dem Vereinsbus nach Hause fuhr.

07. - 09.07.2017 Piz Bernina (4049 m) über Spallagrat

Von der Talstation der Diavolezza-Bahn im Schweizer Engadin starten die Teil-nehmer einer Gruppe des DAV Schongau unter Leitung von Michael Schnitter zur ersten Etappe. Auf verschiedenen We-gen erreichten die Teilnehmer nach 2-3 Stunden und 900 Höhenmetern am Frei-tag nachmittag die Diavolezza-Hütte auf knapp 3000m. Von hier konnte man erst-mals die tolle Kulisse der Bernina-Gruppe bestaunen – insbesondere der Piz Palü be-geisterte! Aber das Ziel lautete Piz Bernina, mit 4049 m der einzige 4000er der Ostalpen.

Am Samstagmorgen wurde zunächst fast 400 Hm auf den Persgletscher abgestiegen, der überquert wurde. Anschließend begann der lange Aufstieg zum Fortezzagrat, und in abwechslungsreicher Kletterei zu dessen oberen Ende. Nun folgten lange Gletscherpass-agen auf bis zu 3700m Höhe, die aufgrund des frischen aber aufgeweichten Schnees recht kraftraubend waren. Nach 8 ½ Stunden war dann schließlich die Marc e Rosa Hütte auf 3600m erreicht. Der Nachmittag diente zur Erholung – nur zwei Teilnehmer brachen nach kurzer Rast noch zum Gipfel auf und erreichten diesen selbständig. Pünktlich zum Abendessen waren die beiden dann glücklich zurück auf der Hütte.

Der Sonntag sollte dann auch für den Rest der Gruppe den Gipfel bringen. Doch bereits am Abend erreichte schlechtes Wetter mit starkem Wind, Gewittern und heftigen Grau-pelschauern die Hütte. Entgegen früherer Prognosen war nun bereits für Sonntagmorgen ebenfalls mit Schauern und Gewittern zu rechnen und so entschied die Gruppe auf einen Gipfelversuch zu verzichten und gleich den langen Abstieg anzugehen. Nach 7 Stunden Abstieg wieder über den Fortezzagrat und abschließendem Gegenanstieg war die Dia-volezzahütte erreicht. Einige Teilnehmer wanderten zum Parkplatz zurück, die übrigen fuhren mit der Seilbahn hinab. Alles zusammen ein großes Bergerlebnis in einer beein-druckenden Gebirgsgruppe mit Westalpenformat!

20. - 21.08.2016 Hochtour auf den Schrankogel

Für zehn Mitglieder des Alpenvereins Schongau stand ein 3000er auf dem Programm. Unter der Leitung von Denis Hanko begann die Tour im Ötztal von Grieß aus. Zunächst führte der breite Forstweg über 500 Hm zur Amberger Hütte auf 2135 m. Der bis dahin be-wölkte Himmel wandelte sich und bei Sonnenschein konnte der weitere Weg zum Gipfel angegangen werden. Gut gelaunt und in freudiger Erwartung ging es erst mäßig dann steiler werdend auf schmalem Pfad hinauf Richtung Süden. Nach etwa einer halben Stunde drehte der Weg Richtung Osten und über die Moräne stiegen die Bergsteiger auf den Schwarzenbergsee zu. Von dort verläuft der Weg zum Westgrat und über diesen Steig kam die Gruppe zum Hoachen Egg (2700 m). Um den Anstieg erfolgreich zu bewältigen wurde noch mal gerastet und schon hier war die Aussicht grandios. Dann weiter über Schotter und Blöcke bis zum Gratrücken. Über den nicht immer einfachen Blockgrat mit Kletterei erreichten die Kletterer den herrlich exponierten Gipfel auf 3496 m. Die Aussicht war die verdiente Belohnung für all die Mühen und den langen Tag zum zweithöchsten Gipfel der Stubaier Alpen. Nach der Gipfelrast ging es auf gleichem Weg wieder zurück und es zeichnete sich eine Wetterverschlechterung ab. Zum Glück entleerten sich die Regenwolken erst nach dem die Gruppe die Kletterei über den Blockgrat zurückgelegt hatte. Eher still und zügig ging es zurück zur Hütte und jeder hatte dabei wohl noch die Eindrücke vom Aufstieg und die Aussicht im Kopf.

Für einige war es der erste 3000er und entsprechend gut war die Stimmung am Abend auf der Hütte. Am Sonntag folgte nach dem Frühstück nur noch der Abstieg und die Rückfahrt nach Schongau.

12. - 15.08.2016   Hochtour in den Zillertaler Alpen

Ein Hochtourenwochenende im Zillertal erfordert einen Stützpunkt und so war das erste Ziel der Bersteiger des Schongauer Alpenvereins die Olperer Hütte. Acht Teilnehmer, unter der Leitung von Manfred Schratt, erreichte bei strömenden Regen die Hütte und konnten zum Glück am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein Richtung Unterschram-machkar aufbrechen. Von dort gings durch eine schmale, steile Rinne weiter zum Ameisenkopfgrat und hinauf zum Oberschrammachkar. Der Neuschnee machte den Aufstieg sehr anstrengend und so erreichten die Bergsteiger am Nachmittag den Schrammacherkogel (3143 m). Ziemlich erschöpft, aber auf Grund des besonderen Erlebnisses, konnten die Teilnehmer das köstliche Abendessen auf der Hütte genießen. Frisch gestärkt machte sich die Gruppe am nächsten Tag auf den Weg zum Olperer. Über ein steil aufschwingendes Blockgelände verlief die Route bis zum Schneegupf, auch hier war reichlich Neuschnee vorhanden. Dann noch über ein Firnfeld und durch steiles Felsgelände mit teilweise vorhandener Sicherung erreichte die Gruppe den Süd-Ost-Grat des Olperers. Leider waren die Verhältnisse kräftezehrende und so konnte der Gipfel nicht ganz erreicht werden. Nach einer weiteren Übernachtung auf der Hütte erfolgte der Abstieg ins Tal und die Rückfahrt nach Schongau.

08. - 10.07.2016   Hochtour im Stubai, Franz-Senn-Hütte

Ein abwechslungsreiches Hochtouren-wochenende verbrachten fünf Teilneh-mer des DAV Schongau unter Leitung von Michael Schnitter im Stubai auf der Franz-Senn-Hütte. Die Anfahrt und der Aufstieg zur Hütte erfolgten am Freitag. Nach dem Abendessen wurden noch die wichtigsten Knoten und etwas Theorie wiederholt. Am Samstag wurde dann der Gipfel der Ruderhofspitze 3474m erreicht. Leider zog nach den ersten zwei Stunden Geh-zeit leichter Regen und Nebel auf, der die Gruppe auf dem langen Weg bis zum Gipfel be-gleitete. Am Sonntag zeigte sich dann das Wetter von der sommerlichen Seite. Es wurde der Gipfel der Inneren Sommerwand 3122m erstiegen bzw. erklettert. Hier war dann die Aussicht umso prächtiger. Zufrieden mit der "Ausbeute" trat die Gruppe nach einer Stär-kung auf der Hütte den Heimweg an.

01. - 03.07.2016   Hochtour im Stubai, Siegerlandhütte

Unter wechselhaftem Wetter kann man sich ja alles Mögliche vorstellen. Die sechs Bergsteiger des Schongauer Alpenvereins, die Tourenleiter Claus Pätzel ins versteckte Windachtal gelotst hatte, mussten darunter jedoch nicht leiden. Ihnen gelangen schöne Touren, da der Regen meist nur nachts aufs Hüttendach prasselte. Nach dem weiten Anstieg auf die Siegerlandhütte (über 2700 m) stand noch eine interessante Eingehtour auf dem Programm. Der Gaiskogel (3128 m), dessen Südostgrat eine ausgesetzte, aber nicht sehr schwierige Kletterei, bietet, wurde von den ersteigern gut gemeistert und die wunderbare Aussicht belohnte die Anstreng-ung. Am zweiten Tag ging es zum Paradegipfel des Gebiets. Der Weg zur 3467 m hohen Sonklarspitze - immerhin der fünfthöchste Stubaier Gipfel - war zunächst noch vielfach unter Schnee versteckt, bevor ein abwechslungsreicher Felsgrat aufs Hohe Eis leitete. Oben schränkte dichter Nebel die Sicht ein, so dass das Gipfelkreuz erst kurz vor dem Ziel zu sehen war. An eine Überschreitung, wie ursprünglich angedacht, war bei diesen Verhältnissen nicht zu denken und so blieb nur der Abstieg zur Kaffeepause auf der ge-mütlichen Hütte. Nach ergiebigem Regen in der Nacht wurde auf dem langen Abstieg nach Sölden bei immer besser werdendem Wetter noch der Scheiblehnkogel, 3060 m „mitgenommen“.