Hochtouren

Rückblick 2018/19/2020

Fr.-So. 21.-23.08.2020 Hohe 3000er Rund um die Branca Hütte

Die Branca Hütte liegt im Herzen des Stilfserjoch Nationalparks. Sie war das Ziel der Hochtouren-Gruppe um Björn Briel. Sechs Bergsteiger haben sich auf den Weg gemacht und konnten bei sehr unbeständigem Wetter leider die geplanten Ziele nicht erreichen. Tagsüber zog immer stärkere Bewölkung auf und anschließend kam es zu Schauern und Gewittern. Am Samstag stieg die Gruppe zum Palon de La Mare auf und dann machte das Wetter das Weiterkommen kritisch. Da der Gletscher absolut arper war, mussten die Bergsteiger alle Spaltenbrüche umgehen, was dazu führte, dass die Tour länger dauerte als ursprünglich veranschlagt. Dementsprechend musste abgebrochen und frühzeitig der Rückweg zur Hütte angetreten werden. Für den Sonntag war der Punta san Matteo geplant, aber der Hüttenwirt riet wegen dem arperen Gletscher davon ab. Ausweichziel war der Chevedale, der über den Westgrat bestiegen werden sollte. Der zunächst weglose Aufstieg über eine unangenehme Schuttrampe führte zum Westgrat. Bei einer Höhe von 3600 Meter musste auf Grund der Wetterlage leider wieder der Rückzug bevorzugt werden. Als gewisser Ausgleich könnte man dann zumindest den angenehmen Aufenthalt auf der Hütte erwähnen, der für alle Teilnehmer in schöner Erinnerung bleiben wird.

Fr. 17. - So. 19.07.2020

Wilder Pfaff (3456 m) und Wilder Freiger (3418 m)

Fünf hochtourenbegeisterte Mit-glieder der Sektion Schongau starteten die Rundtour bei den Stubaier Gletscherbahnen. Robert Zimmermann übernahm diese Organisation von Björn Briel, da der werdende Vater zu Hause größere Verpflichtungen hatte. Der Aufstieg zur Dresdner Hütte erfolgte im Nebelreißen. Trotzdem war die Stimmung gut, da der Wetterbericht für die nächsten Tage Besserung versprach. Da aber auch von hoher Bewölkung die Rede war, wurde die Runde umgeplant und so stiegen die Bergsteiger am Samstag zum Beil-joch auf, um dann zur Sulzenau Hütte abzusteigen. Von dort führte der Weg zur See-scharte vorbei am Grünausee. Die Bewölkung lockerte nicht richtig auf und so war der darauffolgende Einstieg über den Gletscher zum Wilden Freiger im Nebel zu bewältigen, was eine gute Orientierung benötigte. Der Abstieg zur Müllerhütte führte zunächst über den Grat zum Becherhaus und kurz davor über den Gletscher Richtung Westen. Die guten Markierungen auf der Schneefläche erleichterten die Orientierung im Nebel und so erreichte die Gruppe nach ca. 11 Stunden die ersehnte Hütte. Ein dreigängiges Abend-essen ließ die Strapazen verklingen. Für den nächsten Tag sollte das Wetter besser werden, aber der Blick aus dem Fenster vereitelte die Stimmung. Der Rückweg ins Ski-gebiet führte über den vorgesehenen Gipfel Wilder Paff. Geklettert wurde im blockigen Grat bis zum Schwierigkeitsgrad II und bei leichter Schneeauflage. Ohne Sicht wurde eine Pause am Gipfel eingelegt und im Anschluss stieg die Gruppe am Seil über den Sul-zenauferner zum Pfaffenjoch. Ab da folgte man dem Grat zum Fernaujoch und übers Schaufeljoch zur Bergstation der Gletscherbahn. Die Abfahrt war eine gute Erholung und die Einkehr nochmal auf der Dresdner Hütte sorgte für einen gelungenen Abschluss. Zusammenfassend eine besondere Tour, nur ohne das passende Wetter fehlen die be-sonderen Eindrücke. Aber alle Teilnehmer waren zufrieden mit der geleisteten Anstrengung.

Sa. 03. – So. 04.08.2019 Piz Kesch 3417 m, Albula-Alpen

Vom Parkplatz an der Albula-passstraße geht es am 1. Tag zur d’Es-Cha Hütte. Am 2. Tag von der d’Es-Cha Hütte über Posta d’Es-Cha zum Gipfel des Piz Kesch. Der Rückweg erfolgt auf dem gleichen Weg.

19. – 21.7.2019 Hochgall (3436 m) Riesenfernergruppe

Ein Berg „wie ein gotischer Dom“ oder „majestätisches Bollwerk“ – diese Beschrei-bungen des Hochgalls weckten die Neugier und so machten sich fünf Bergsteiger des DAV Schongau unter Leitung von Michael Schnitter auf den Weg ins schöne Tauferer Ahrntal. Zunächst erreichte die Gruppe nach einem anfangs sehr steilen Anstieg die ge-mütliche Hochgallhütte mit herrlicher Aussicht. Früh am nächsten Morgen ging es dann

über Geröll und Moränen zum Fuß des Nordwestgrates. Immer am Grat und meist

kletternd wurde die Schulter des „Grauen Nöckls“ erreicht. Von hier zog sich der Block-grat immer steiler, zum Teil mit Drahtseil gesichert und mit Stellen im unteren 3. Schwierigkeitsgrad, bis zum Gipfel des mächtigen Hochgall (3436m). Seil und Steigeisen waren zwar dabei, mussten aber bei diesen Bedingungen nicht eingesetzt werden. Leider nebelte es ein, so dass die Sicht oben sehr eingeschränkt war. Nach dem Abstieg konnte die Abendsonne vor der Hütte genossen werden. Am Sonntag wurde noch ein zweiter Gipfel bestiegen: über einen steilen und wilden Weg mit interessanten Kletterstellen er-reichte die Gruppe noch den Schneebigen Nock (3358m). Da sich Regen ankündigte, ging es recht schnell zurück zur Hütte und nach kurzer Einkehr ins Tal. Die sprudelnden Bäche in der Nähe des Autos boten dann noch eine willkommene Erfrischung vor der Heimfahrt.

05. – 07.07.2019 Fineilspitze 3514 m, Ötztaler Alpen

Eine Gruppe von fünf Bergsteigern unter der Leitung von Björn Briel machte sich von Vent aus zur Martin-Busch-Hütte. Nach einer Übernachtung auf 2500 m in einer vollbesetzten Hütte war der nächste Tag etwas anstrengend. Trotzdem bewältigten die Bergsteiger die 1900 Hm in einem ruhigen Tempo und konnten so bei wechselhaften Wetter den Ausblick in die Ötztaler Alpen vom 3514 Meter hohen Gipfel der Fineilspitze genießen. Auf dem Rückweg ging es wieder am Ötzi-Denkmal vorbei und kurz vor der Hütte überraschte die Alpinisten noch ein schwerer Regenschauer, so dass man durchnässt im Quartier ankam. Auf Grund der ungünstigen Wetterbedingungen und der entsprechenden Vorhersage, war für den Sonntag nur noch der Abstieg geplant und mit einem besonderen Erlebnis traten die Bergsteiger die Heimreise an.

07. - 08.09.2018  Habicht

Nach ca. 3 Std. Fahrt, in Richtung Stu-baier Alpen erreichten wir den Aus-gangspunkt , Gasthof Feuerstein im Gschnitztal im gleichnamigen Dorf Gschnitz.

Der Hüttenanstieg schlängelt sich in vielen Serpentinen ziemlich direkt empor und so gewann die Gruppe schnell an Höhe und erreichte nach 2 Std. und 1100 Hm, bei leichten Nieselregen und starkem Nebel die Innsbrucker Hütte auf 2369 m.

Nach einem zünftigen Abend ging die Gruppe glücklich und zufrieden ins Bett, um am nächsten Tag bei herrlichsten Wetter den Gipfel des Habichts 3277 m in Angriff zu nehmen. Auf den letzten 900 Hm führte der Weg die Gruppe über zum Teil mit Draht-seilen gesicherten Platten zum Gipfelaufbau. Nach 2,5 Std. erreichten die sechs Berg-steiger unter der Leitung von Marco Schulz den Gipfel, wo sie mit einer grandiosen Fernsicht belohnt wurden. Der Abstieg erfolgte entlang des Aufstiegs. Entsprechend konnten sich dann alle nochmal an der Hütter stärken, bevor es zurück zum Ausgangs-punkt ging. Nach insgesamt 2000 Hm im Abstieg, gönnte man sich vor der Heimfahrt noch ein Eis.

03. - 05.08.2018 Zwei Walliser Bergriesen

Für manche ist es ein Lebenstraum, einmal auf einem der Viertausender der Alpen zu stehen. Tourenleiter Claus Pätzel machte diesen Traum für 6 Frauen und 5 Männer wahr. Von Ihnen standen immerhin gut die Hälfte noch nie auf einem so hohen Gipfel. Und so hieß es, am ersten Tag in aller Herrgottsfrühe ins Wallis zu fahren, denn allein der Hüttenanstieg auf dem sog. Glacier-Trail vom Mattmarkstausee aus über den 2868 m hohen Schwarzbergkopf zur Britanniahütte brauchte fast schon vier Stunden. Er führte über sterbende Gletscher und durch ziemlich stark rauschende Bäche. Vor dem Abend-essen wurde noch ein Mini-Dreitausender, der Kleinallalin, bestiegen. Dann ging es los: 02:45 Wecken; 03:00 Frühstück; 04:00 Abmarsch in stern- und mondklarer Nacht. Zunächst tastete man sich über den Gletscher und Blockwerk, bevor ein wunderbarer Sonnenaufgang die Schönheiten der Umgebung sichtbar machte. Weit und lang war der Weg, selten steil. Oben machte Bruchharsch das Gehen durchaus anstrengend, aber nach 7 Stunden war es geschafft: 12 Schongauer Bergsteiger standen auf dem 4290 m hohen Strahlhorn und genossen einen sagenhaften Rundblick auf die 4000er Riege um Zermatt und Saas-Fee. Da gab es viele fröhliche Gesichter. Nachdem auch der Abstieg nebst zweier Gegenanstiege wieder geschafft war, ging es an die Planung für den nächsten Tag. Hier entschlossen sich einige, den Tag lieber gemütlich anzugehen und ausklingen zu lassen, während sich fünf wild entschlossene Bergsteiger wieder recht früh wecken ließen. Diesmal ging es über den bekannten Hohlaubgrat aufs Allalinhorn, 4027 m. Der hat kurz vor dem Gipfel noch eine nette Kletterpassage, für die andere Gruppen recht viel Zeit brauchten, so dass wir fast 1 1/2 Stunden warten mussten, bis wir an der Reihe waren. Aber was macht das schon an so einem Traumtag? Nachdem der zweite 4000er also glücklich erklommen war, mussten nur noch 2200 Höhenmeter Abstieg und sieben Stunden Heimfahrt absolviert werden. So hohe Berge muss man sich halt auch verdienen und das haben sich unsere Bergsteiger auch.

Impressionen