Hochtouren

Rückblick

07. - 08.09.2018  Habicht

Nach ca. 3 Std. Fahrt, in Richtung Stu-baier Alpen erreichten wir den Aus-gangspunkt , Gasthof Feuerstein im Gschnitztal im gleichnamigen Dorf Gschnitz.

Der Hüttenanstieg schlängelt sich in vielen Serpentinen ziemlich direkt empor und so gewann die Gruppe schnell an Höhe und erreichte nach 2 Std. und 1100 Hm, bei leichten Nieselregen und starkem Nebel die Innsbrucker Hütte auf 2369 m.

Nach einem zünftigen Abend ging die Gruppe glücklich und zufrieden ins Bett, um am nächsten Tag bei herrlichsten Wetter den Gipfel des Habichts 3277 m in Angriff zu nehmen. Auf den letzten 900 Hm führte der Weg die Gruppe über zum Teil mit Draht-seilen gesicherten Platten zum Gipfelaufbau. Nach 2,5 Std. erreichten die sechs Berg-steiger unter der Leitung von Marco Schulz den Gipfel, wo sie mit einer grandiosen Fernsicht belohnt wurden. Der Abstieg erfolgte entlang des Aufstiegs. Entsprechend konnten sich dann alle nochmal an der Hütter stärken, bevor es zurück zum Ausgangs-punkt ging. Nach insgesamt 2000 Hm im Abstieg, gönnte man sich vor der Heimfahrt noch ein Eis.

03. - 05.08.2018 Zwei Walliser Bergriesen

Für manche ist es ein Lebenstraum, einmal auf einem der Viertausender der Alpen zu stehen. Tourenleiter Claus Pätzel machte diesen Traum für 6 Frauen und 5 Männer wahr. Von Ihnen standen immerhin gut die Hälfte noch nie auf einem so hohen Gipfel. Und so hieß es, am ersten Tag in aller Herrgottsfrühe ins Wallis zu fahren, denn allein der Hüttenanstieg auf dem sog. Glacier-Trail vom Mattmarkstausee aus über den 2868 m hohen Schwarzbergkopf zur Britanniahütte brauchte fast schon vier Stunden. Er führte über sterbende Gletscher und durch ziemlich stark rauschende Bäche. Vor dem Abend-essen wurde noch ein Mini-Dreitausender, der Kleinallalin, bestiegen. Dann ging es los: 02:45 Wecken; 03:00 Frühstück; 04:00 Abmarsch in stern- und mondklarer Nacht. Zunächst tastete man sich über den Gletscher und Blockwerk, bevor ein wunderbarer Sonnenaufgang die Schönheiten der Umgebung sichtbar machte. Weit und lang war der Weg, selten steil. Oben machte Bruchharsch das Gehen durchaus anstrengend, aber nach 7 Stunden war es geschafft: 12 Schongauer Bergsteiger standen auf dem 4290 m hohen Strahlhorn und genossen einen sagenhaften Rundblick auf die 4000er Riege um Zermatt und Saas-Fee. Da gab es viele fröhliche Gesichter. Nachdem auch der Abstieg nebst zweier Gegenanstiege wieder geschafft war, ging es an die Planung für den nächsten Tag. Hier entschlossen sich einige, den Tag lieber gemütlich anzugehen und ausklingen zu lassen, während sich fünf wild entschlossene Bergsteiger wieder recht früh wecken ließen. Diesmal ging es über den bekannten Hohlaubgrat aufs Allalinhorn, 4027 m. Der hat kurz vor dem Gipfel noch eine nette Kletterpassage, für die andere Gruppen recht viel Zeit brauchten, so dass wir fast 1 1/2 Stunden warten mussten, bis wir an der Reihe waren. Aber was macht das schon an so einem Traumtag? Nachdem der zweite 4000er also glücklich erklommen war, mussten nur noch 2200 Höhenmeter Abstieg und sieben Stunden Heimfahrt absolviert werden. So hohe Berge muss man sich halt auch verdienen und das haben sich unsere Bergsteiger auch.

20. -  22.07. Hochtouren Brancahütte (südl. Ortlergebiet)

Eine Gruppe von 8 Bergsteigern machte sich auf die weite und mühsame An-reise, um von der Brancahütte aus Hoch-touren zu unternehmen. Leider war das Wetter sehr regnerisch und unbeständig, so dass bereits der Hüttenzustieg im Regen erfolgte. Der Samstag brachte zunächst trockenes Wetter, so dass die Gruppe un-ter Leitung von Michael Schnitter zum Gipfel des Palon de la Mare (3703 m) aufbrach. Nach ca. 3 Stunden Gehzeit auf ca. 3400 m am Beginn des Eisbruchs brachen leider sehr dichter Nebel und Schneeschauer herein, so dass man sich zur Umkehr entschloss. Etwas weiter unten wurde dann in einer Regenpause noch Spaltenbergung trainiert, ehe alle völlig durchnässt auf die Hütte zurückkehrten.

Der Sonntag brachte dann besseres Wetter und das Ziel hieß Punta San Matteo (3678 m). Zunächst war der Gletscher noch blank und recht steil, so dass mit Eisschrauben

gesichert wurde. Danach hieß es Spuren im feuchten und bis zu knietiefen Schnee und viele Gletscherspalten. Zum Schluss ging es über einen sehr schönen, unverspurten Gipfelgrat zum höchsten Punkt, der nach 1300 Höhenmetern und über 5 Stunden Geh-zeit dann im Nebel erreicht wurde. Wieder einmal zeigte sich, dass auch bei schlechtem Wetter und schwierigen Verhältnissen tolle Erlebnisse in den Bergen möglich sind!

12. -  13.08.2017 Hohe Geige 3395 m

Die Hohe Geige war das Ziel einer fünfköpfigen Gruppe des Schongauer Alpenvereins. Unter der Leitung von Denis Hanko starteten die Bergsteiger vom Parkplatz in Plangeroß im Pitztal. Der 2-stündige Aufstieg zur Rüsselsheimer Hütte führte durch Wald und über Wiesen und am Ende der Tour wartete ein gutes Abendessen, so dass man am nächsten Morgen gut gelaunt los laufen konnte. Von der Rüsselsheimer Hütte ging es auf dem bezeichneten Weg hinauf nach Gahwinden. Hier folgte die Gruppe dem Wegweiser "Westgrat Hohe Geige". Anfangs noch mit Wegspuren auf dem breiten, bewachsenen Westgrat. Bald ging es in das Blockwerk mit griffigen Fels-blöcken, jedoch waren diese mit einer ca. 10 cm hohen Schneeschicht bedeckt! Dies machte den Aufstieg schwieriger als erwartet und nicht immer fanden die Kletterer die leichteste Route. Nach einigen Aufschwüngen im Gratverlauf wurde es immer ausge-setzter. Immer dem Westgrat folgend, erleichterten Stahlseile und Eisentritte den Anstieg über ein paar steile Felsplatten. Ab hier war der Gipfel bereits recht nah zu erkennen und wenig später hatten wir die Mulde mit dem kleinen Gletscher unter dem Gipfelaufbau erreicht. Die Route folgte über den Gletscherrest bis in das ostseitige Joch und von diesem über Blockwerk zum Gipfel mit schmiedeeisernem Gipfelkreuz. Nach ausgiebiger Gipfelrast mit weiter Rundumsicht, die von den nördlichen Kalkalpen über das Stubai, die Ötztaler, den Ortler und sogar bei klarem Wetter bis zur Bernina reicht, ging es auf die Abstiegsroute über den "Normalweg" zurück zur Hütte.

Dort genossen die Bergsteiger noch eine kurze Pause und nahmen dann wieder das restliche Gepäck auf, um anschließend den Abstieg ins Tal zu beginnen.

14. - 16.07.2017 Im hintersten Ahrntal

Schongauer Bergsteiger erleben Aprilwetter im Juli

Drei Tage im wunderbaren Ahrntal zu verbringen und dabei auf stolzen Gipfeln wie der Dreiherrenspitze und der Röt-spitze zu stehen, war das eigentliche Ziel der sechs Bergsteiger unter Führung von Claus Pätzel. Doch schon der Hütten-anstieg verlief weitgehend im Regen. Dennoch hielt es die Gruppe nicht lange auf der Lenkjöchlhütte. Trotz Schnee und Graupelschauer ging es in flotten 11/2 Stunden noch auf den Ahrner Kopf (3051 m). Dort stürmte es so stark, dass die Bergsteiger sofort den Rückweg antraten. Für den nächsten Tag war zunächst ein Schönwetterfenster mit kurzer Störung zur Mittagszeit prognostiziert. Also machte sich die Gruppe zu Tagesan-bruch teils über tückischen Neuschnee auf plattigem Untergrund auf den Weg zur Dreiherrenspitze. Aber das Schönwetterfenster kam nicht. Stattdessen immer wieder Schneegraupel, Wind, Nebel. Dieser wurde schließlich so dicht, dass man gerade noch wenige Meter nach vorne schauen konnte. Keine guten Voraussetzungen also auf einem unbekannten Gletscher. Und so brach Tourenleiter Pätzel die Tour nach vier Stunden unermüdlichen Anstiegs schließlich ab, denn auch der Rückweg musste noch sicher geschafft und gefunden werden. Immerhin gelang dies, trotz verwehter Spuren. Eine Regenpause wurde dann vor der Hütte noch für eine Übung zur Spaltenbergung mit loser Rolle genutzt. Der nächste Tag sollte von der Früh weg wolkenlos und sonnig sein. Weit gefehlt, aber wenigstens war die Sicht deutlich besser. So ging es steil bergan zunächst über noch wenig verschneite Felsen auf den Rötferner, der durch Windverfrachtung teil-weise pickeltiefen Neuschnee aufwies. Trotz dieses kraftraubenden Hindernisses erreichten die Bergsteiger den Gipfel der Unteren Rötspitze, 3290m. Und sie kamen auch noch ein gutes Stück weiter voran. Und endlich zeigte sich auch die Sonne. Aber das war zu spät. Denn der schneebedeckte Fels ließ ein Weiter-gehen als zu riskant erscheinen. Und so hieß es abermals den geordneten Rückzug anzutreten. Zügig ging es zur Hütte und über das landschaftlich reizvolle Windtal zurück nach Kasern. Ein kurzer Stopp im Kirchlein "Santo Spirito" schloss die Tour ab, bevor die Gruppe wohlbehalten mit dem Vereinsbus nach Hause fuhr.