Hochtouren

Rückblick 2018/2019

Sa. 03. – So. 04.08.2019 Piz Kesch 3417 m, Albula-Alpen

Vom Parkplatz an der Albulapassstraße geht es am 1. Tag zur d’Es-Cha Hütte. Am 2. Tag von der d’Es-Cha Hütte über Posta d’Es-Cha zum Gipfel des Piz Kesch. Der Rück-weg erfolgt auf dem gleichen Weg.

19. – 21.7.2019 Hochgall (3436 m) Riesenfernergruppe

Ein Berg „wie ein gotischer Dom“ oder „majestätisches Bollwerk“ – diese Beschrei-bungen des Hochgalls weckten die Neugier und so machten sich fünf Bergsteiger des DAV Schongau unter Leitung von Michael Schnitter auf den Weg ins schöne Tauferer Ahrntal. Zunächst erreichte die Gruppe nach einem anfangs sehr steilen Anstieg die ge-mütliche Hochgallhütte mit herrlicher Aussicht. Früh am nächsten Morgen ging es dann

über Geröll und Moränen zum Fuß des Nordwestgrates. Immer am Grat und meist

kletternd wurde die Schulter des „Grauen Nöckls“ erreicht. Von hier zog sich der Block-grat immer steiler, zum Teil mit Drahtseil gesichert und mit Stellen im unteren 3. Schwierigkeitsgrad, bis zum Gipfel des mächtigen Hochgall (3436m). Seil und Steigeisen waren zwar dabei, mussten aber bei diesen Bedingungen nicht eingesetzt werden. Leider nebelte es ein, so dass die Sicht oben sehr eingeschränkt war. Nach dem Abstieg konnte die Abendsonne vor der Hütte genossen werden. Am Sonntag wurde noch ein zweiter Gipfel bestiegen: über einen steilen und wilden Weg mit interessanten Kletterstellen er-reichte die Gruppe noch den Schneebigen Nock (3358m). Da sich Regen ankündigte, ging es recht schnell zurück zur Hütte und nach kurzer Einkehr ins Tal. Die sprudelnden Bäche in der Nähe des Autos boten dann noch eine willkommene Erfrischung vor der Heimfahrt.

05. – 07.07.2019 Fineilspitze 3514 m, Ötztaler Alpen

Eine Gruppe von fünf Bergsteigern unter der Leitung von Björn Briel machte sich von Vent aus zur Martin-Busch-Hütte. Nach einer Übernachtung auf 2500 m in einer vollbesetzten Hütte war der nächste Tag etwas anstrengend. Trotzdem bewältigten die Bergsteiger die 1900 Hm in einem ruhigen Tempo und konnten so bei wechselhaften Wetter den Ausblick in die Ötztaler Alpen vom 3514 Meter hohen Gipfel der Fineilspitze genießen. Auf dem Rückweg ging es wieder am Ötzi-Denkmal vorbei und kurz vor der Hütte überraschte die Alpinisten noch ein schwerer Regenschauer, so dass man durchnässt im Quartier ankam. Auf Grund der ungünstigen Wetterbedingungen und der entsprechenden Vorhersage, war für den Sonntag nur noch der Abstieg geplant und mit einem besonderen Erlebnis traten die Bergsteiger die Heimreise an.

07. - 08.09.2018  Habicht

Nach ca. 3 Std. Fahrt, in Richtung Stu-baier Alpen erreichten wir den Aus-gangspunkt , Gasthof Feuerstein im Gschnitztal im gleichnamigen Dorf Gschnitz.

Der Hüttenanstieg schlängelt sich in vielen Serpentinen ziemlich direkt empor und so gewann die Gruppe schnell an Höhe und erreichte nach 2 Std. und 1100 Hm, bei leichten Nieselregen und starkem Nebel die Innsbrucker Hütte auf 2369 m.

Nach einem zünftigen Abend ging die Gruppe glücklich und zufrieden ins Bett, um am nächsten Tag bei herrlichsten Wetter den Gipfel des Habichts 3277 m in Angriff zu nehmen. Auf den letzten 900 Hm führte der Weg die Gruppe über zum Teil mit Draht-seilen gesicherten Platten zum Gipfelaufbau. Nach 2,5 Std. erreichten die sechs Berg-steiger unter der Leitung von Marco Schulz den Gipfel, wo sie mit einer grandiosen Fernsicht belohnt wurden. Der Abstieg erfolgte entlang des Aufstiegs. Entsprechend konnten sich dann alle nochmal an der Hütter stärken, bevor es zurück zum Ausgangs-punkt ging. Nach insgesamt 2000 Hm im Abstieg, gönnte man sich vor der Heimfahrt noch ein Eis.

03. - 05.08.2018 Zwei Walliser Bergriesen

Für manche ist es ein Lebenstraum, einmal auf einem der Viertausender der Alpen zu stehen. Tourenleiter Claus Pätzel machte diesen Traum für 6 Frauen und 5 Männer wahr. Von Ihnen standen immerhin gut die Hälfte noch nie auf einem so hohen Gipfel. Und so hieß es, am ersten Tag in aller Herrgottsfrühe ins Wallis zu fahren, denn allein der Hüttenanstieg auf dem sog. Glacier-Trail vom Mattmarkstausee aus über den 2868 m hohen Schwarzbergkopf zur Britanniahütte brauchte fast schon vier Stunden. Er führte über sterbende Gletscher und durch ziemlich stark rauschende Bäche. Vor dem Abend-essen wurde noch ein Mini-Dreitausender, der Kleinallalin, bestiegen. Dann ging es los: 02:45 Wecken; 03:00 Frühstück; 04:00 Abmarsch in stern- und mondklarer Nacht. Zunächst tastete man sich über den Gletscher und Blockwerk, bevor ein wunderbarer Sonnenaufgang die Schönheiten der Umgebung sichtbar machte. Weit und lang war der Weg, selten steil. Oben machte Bruchharsch das Gehen durchaus anstrengend, aber nach 7 Stunden war es geschafft: 12 Schongauer Bergsteiger standen auf dem 4290 m hohen Strahlhorn und genossen einen sagenhaften Rundblick auf die 4000er Riege um Zermatt und Saas-Fee. Da gab es viele fröhliche Gesichter. Nachdem auch der Abstieg nebst zweier Gegenanstiege wieder geschafft war, ging es an die Planung für den nächsten Tag. Hier entschlossen sich einige, den Tag lieber gemütlich anzugehen und ausklingen zu lassen, während sich fünf wild entschlossene Bergsteiger wieder recht früh wecken ließen. Diesmal ging es über den bekannten Hohlaubgrat aufs Allalinhorn, 4027 m. Der hat kurz vor dem Gipfel noch eine nette Kletterpassage, für die andere Gruppen recht viel Zeit brauchten, so dass wir fast 1 1/2 Stunden warten mussten, bis wir an der Reihe waren. Aber was macht das schon an so einem Traumtag? Nachdem der zweite 4000er also glücklich erklommen war, mussten nur noch 2200 Höhenmeter Abstieg und sieben Stunden Heimfahrt absolviert werden. So hohe Berge muss man sich halt auch verdienen und das haben sich unsere Bergsteiger auch.

20. - 22.07.2018 Hochtouren Brancahütte (südl. Ortlergebiet)

Eine Gruppe von 8 Bergsteigern machte sich auf die weite und mühsame An-reise, um von der Brancahütte aus Hoch-touren zu unternehmen. Leider war das Wetter sehr regnerisch und unbeständig, so dass bereits der Hüttenzustieg im Regen erfolgte. Der Samstag brachte zunächst trockenes Wetter, so dass die Gruppe un-ter Leitung von Michael Schnitter zum Gipfel des Palon de la Mare (3703 m) aufbrach. Nach ca. 3 Stunden Gehzeit auf ca. 3400 m am Beginn des Eisbruchs brachen leider sehr dichter Nebel und Schneeschauer herein, so dass man sich zur Umkehr entschloss. Etwas weiter unten wurde dann in einer Regenpause noch Spaltenbergung trainiert, ehe alle völlig durchnässt auf die Hütte zurückkehrten.

Der Sonntag brachte dann besseres Wetter und das Ziel hieß Punta San Matteo (3678 m). Zunächst war der Gletscher noch blank und recht steil, so dass mit Eisschrauben

gesichert wurde. Danach hieß es Spuren im feuchten und bis zu knietiefen Schnee und viele Gletscherspalten. Zum Schluss ging es über einen sehr schönen, unverspurten Gipfelgrat zum höchsten Punkt, der nach 1300 Höhenmetern und über 5 Stunden Geh-zeit dann im Nebel erreicht wurde. Wieder einmal zeigte sich, dass auch bei schlechtem Wetter und schwierigen Verhältnissen tolle Erlebnisse in den Bergen möglich sind!

Impressionen